Zwischen dir und mir

Eine neue Woche beginnt. Vereinzelt machen sich ein paar Autos auf den Weg zur Arbeit, ich höre Vögel zwitschern und der Himmel färbt sich langsam leicht rosa. Es sieht aus als würde es ein schöner Tag werden.

Diese ruhigen Momente, bevor die Welt wieder in ihr hektisches Treiben verfällt, mag ich besonders. Alles fühlt sich viel klarer an. Manchmal macht dieses kurze Zeitfenster den entscheidenden Unterschied in meinem Alltag. Meine Gedanken haben die Chance, sich im Dialog mit meinem himmlischen Vater zu sortieren. Diese Augenblicke sind für mich pures Gold. Hier darf ich einfach sein. Mir erlauben, nichts zu müssen.

Nur Gott und ich

Dann beginnt etwas in mir zu wachsen. Meistens ist es eine tiefe innere Dankbarkeit und Zufriedenheit, die sich in meinem Herzen breit macht. So ein dickes warmes Gefühl, für das ich gar nicht genug Platz in mir habe und bei dem ich vor Freude platzen könnte. Manchmal ist es aber auch eine neue Idee oder mir werden Dinge bewusst, die ich angehen sollte. Egal, was davon passiert, danach bin ich immer geerdeter. Wobei es das wahrscheinlich gar nicht wirklich trifft. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall, ich bin irgendwie „gehimmelter“. Keine Ahnung, ob es dafür überhaupt ein richtiges Wort gibt, aber vielleicht kennt ihr solche Momente. Zumindest hoffe ich das. Etwas, das nur zwischen dir und Gott entsteht.

Gottes Geschenk

Solche heiligen Augenblicke kann ich mir weder erarbeiten noch vorher planen oder in irgendeiner Weise erzwingen. Es gibt kein Rezept dafür. Manchmal wünschte ich, es gäbe eins, doch sie passieren einfach. Sie entziehen sich meiner Kontrolle und wahrscheinlich liegt genau darin das eigentlich Großartige. Diese kostbaren Momente sind ein göttliches wunderschönes Geschenk, das ich einfach auspacken darf.

Bunte Möglichkeiten, Gott zu begegnen

Ich habe allerdings festgestellt, dass es für mich einen Rahmen gibt, in dem ich sie häufiger erlebe. Das hat einerseits mit meiner inneren Haltung zu tun, ob ich mich überhaupt darauf einlassen möchte bzw. offen dafür bin. Andererseits hilft es mir, wenn ich im Morgengrauen ganz allein bin. Vielleicht gibt es das bei dir auch. Gibt es einen Ort oder eine Umgebung, wo es dir leichter fällt, seine Stimme zu hören? Manche begegnen Gott viel stärker in der Natur, wenn sie beispielsweise Spazierengehen. Andere wiederum im Sport, bei einem guten Buch oder mitten im Getümmel anderer Menschen. Die Möglichkeiten sind so bunt und vielfältig wie wir es sind.

Deine Zeit mit Gott

Ich will dir Mut machen, diese heiligen Augenblicke zu suchen und zu entdecken. Manchmal sind wir nur ein Gebet davon entfernt. Wenn du dir so einen persönlichen Moment wünschst, erzähl Gott davon. Bitte ihn, sich dir zu zeigen. So wie es zu dir und euch beiden am besten passt. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass sich dein himmlischer Vater nichts sehnlicher wünscht, als mit dir Zeit zu verbringen.