Rückblick und Ausblick

Ein sehr bewegendes Jahr hat nun ein Ende genommen und ich habe viel reflektiert was für mich am wichtigsten war und habe unter anderem die 21 Fragen von Laura Malina Seiler* genutzt um Worte dafür zu finden und auch einen Blick auf das nächste Jahr zu setzten. Ich finde es ganz schön es mit euch zu teilen und eventuell auch zu inspirieren die Fragen für euch selbst zu beantworten.

1. Wer hat mein Leben in diesem Jahr besonders beeinflusst und warum?

Allen voran hat mich meine wunderbare zweite Tochter Leora beeinflusst. Sie wurde mitten im ersten Lockdown unter unerwarteten Umständen anderthalb Monate zu früh geboren und hat mich bisher schon so viel gelehrt. Weil sie einfach so ein zauberhaftes Wesen ist. Ihre Ruhe und Ausgeglichenheit, ihre unglaubliche Stärke und Lebenswillen. Die Tiefe in ihren Augen, ihre Begeisterung mit der sie ihren Papa anschaut wenn er den Raum betritt, wie sie jauchzt wenn ihre Schwester für sie tanzt und wie sich ihre kleinen Ärmchen nach mir ausstrecken und sie sich an mich schmiegt.

2. Was sind meine 3 wichtigsten Erkenntnisse in diesem Jahr gewesen?

  • Ich kann die Umstände und die Menschen um mich herum nicht Kontrollieren, das einzge was ich in der Hand habe ist mein Handeln, wie ich Reagiere, meine eigenen Gedanken.
  • Das Leben kann jederzeit vorbei sein, was zählt ist was bleibt, was ich zurück lasse.
  • Wonach ich mich am meisten sehne ist Intimität – Menschen, mir selbst und Gott wahrhaftig nahe zu sein. Gesehen, gekannt und geliebt zu werden.

3. Wo habe ich mich selbst zurückgehalten und warum?

Zurückgehalten habe ich mich vor allem in meinem Glauben, spirituellen Weiterentwicklung und der Beziehung zu Gott. Warum ist eine gute Frage. Es war immer was los und ich kam oft nicht zur Ruhe, fand keine geeigneten Momente im Alltag. Meinen Fokus auf Gott zu setzen fiel mir sehr schwer dieses Jahr. Dadurch schwand  meine Kraft und es wurde zu einem Teufelskreis, weil ich immer dachte ich müsse so viel Kraft aufbringen um mich mit Gott zu verbinden.

4. Welchen Gedanken möchte ich nicht mit ins Jahr 2021 nehmen?

Das meine Stimme nicht zählt, nicht gehört wird.

5. Welches Gefühl möchte in 2021 mehr fühlen?

Frieden und Zugehörigkeit.

6. Bin ich der Mensch in meinem Beziehungen gewesen, der ich sein möchte?

Oft nicht. Ich habe viele Aspekte meiner Selbst versteckt aus Angst für das was ich wirklich bin abgelehnt zu werden. Ich habe oft meine nahestehendsten Menschen beschuldigt, wenn durch ihr verhalten meine Trigger ausgelöst wurden.

7. Was würde ich rückblickend anders machen?

Ich würde definitiv meine engen Freunde mehr kontaktieren und nicht immer warten bis sie sich melden. Und ich würde viel mehr Acht geben auf das, was ich gerade brauche und selbstsicher Wege finden dies im zweifach-Mama-Alltag zu ermöglichen.

8. Was wünsche ich mir für das nächste Jahr?

Mehr Intimität auf allen Ebenen. Wirklich leben können wer ich bin und mich selbst nicht ablehnen.

9. Was möchte ich beitragen?

Ich möchte durch diese Kolumnen Frauen inspirieren ihre Wahrheit und Wert zu entdecken.

10. Wofür möchte ich mir mehr Zeit nehmen?

Für meinen Glauben, meine Ehe und mein Herz.

11. Was möchte ich Neues lernen?

Ich möchte lernen beruflich Familien und psychisch erkrankten Klienten kompetent zu helfen.

12. Wem möchte ich noch Danke sagen?

Danke Edeltraud, meiner verstorbenen Tante, dass sie durch ihr Leben, ihre Liebe und Fröhlichkeit, ihre Tiefe und Kreativität immer ein Vorbild war und es für immer sein wird.

13. Bei wem möchte ich mich entschuldigen?

Ich möchte mich bei meinen Eltern entschuldigen, weil ich sehr unfreundlich zu ihnen war als sie uns zu Weihnachten besucht haben. Allein ihre Anwesenheit hat in mir etwas sehr negatives, angespanntes getriggert und ich habe in einigen Situationen nicht liebend und reif reagiert. Es tut mir leid, ich liebe euch.

14. Wen möchte ich noch anerkennen?

Sascha, dass er so viel Kraft und Arbeit in keineinsamerbaum steckt, so viele Mitarbeiter kompetent leitet und Visionen und Zielen nachgeht und diese sogar übersteigt. Seinen Mut spenden zu akquirieren und sein tiefes Vertrauen in Gott. Hut ab.

15. Wofür möchte ich selbst anerkennen?

Ich habe dieses Jahr intensiv an meiner Heilung gearbeitet. Meinem Inneren Kind wahrhaftig begegnet, Dialoge mit verschieden Anteilen meiner selbst geführt, inneren Schatten nicht mehr ausgewichen und gelernt Grenzen zu setzen und meine Bedürfnisse anzuerkennen und einzufordern.

16. Welche eine Gewohnheit möchte ich nächstes Jahr loslassen?

Ich möchte aufhören kurz vor dem Einschlafen noch auf Social Media unterwegs sein.

17. Welche eine Gewohnheit möchte ich nächstes Jahr beginnen?

Es wäre schön ein gesundes Zu-Bett-geh-Ritual zu entwickeln. Kerzen, Journal, Bibel, Tee, ruhige Musik, Gesichtsmassage mit duftenden Ölen, Tief einatmen, loslassen, beten.

18. Welche Energie möchte ich 2021 in die Welt tragen?

Mut zu sich selbst zu stehen.

19. Wenn ich 2022 auf 2021 zurückblicke, was möchte ich erschaffen haben?

Eine starke, gesunde Ehe. Lebendige Freundschaften auf tiefer Ebene und eine entspannte und von Freude gefüllte Beziehung zu meinen Töchtern.

20. Wofür bin ich diesem Jahr dankbar?

Ich bin so dankbar meine beiden Töchter wachsen und lernen zu sehen. Ihre Persönlichkeiten entfalten zu sehen und wie unterschiedlich sie sich sind und wie sehr sie sich jetzt schon lieben.

21. Worauf freue ich mich in 2021 am meisten?

Ich freue mich so sehr auf den Sommer mit meiner Schwester und ihrer Familie hier in Halle. Baden, wandern, Neues erkunden, Garten, Camping.

*Laura ist eine wirklich tolle Frau, sie ist zwar nicht explizit christlich aber trotzdem hat ihr Podcast mir sehr geholfen in meiner persönlichen Entwicklung.