Sommerloch

Auch wenn die Sommerpause für Keineinsamerbaum vorbei ist, bin ich noch voll im Sommerloch gefangen. Der Urlaub steht vor der Tür und ich bin froh darüber, für einen Moment den Kopf auszuschalten, die Beine hochzulegen und innerlich einen Schritt zurückzutreten, von dem Alltag der mich das ganze Jahr über fest in Händen hält. An sich ist es ein schönes Gefühl. Ich freue mich, Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, auf entspannte Spaziergänge und auf die Ruhe, die ich mir selbst so selten gönne. Doch so ganz entlässt einen der Alltag wohl nie. In diesem Fall ist es die Kolumne, die mich das Wochenende über in Schach gehalten hat.

Ich habe lang überlegt, ob ich irgendetwas zu erzählen habe, ob ich irgendwelche teilenswerten Gedanken habe, doch irgendwie scheint mein Kopf schon vor mir in Urlaub gefahren zu sein.

Von daher tut es mir Leid, aber ich bevorzuge es lieber zu schweigen anstatt mir irgendwelche Banalitäten halbherzig aus den Fingern zu saugen.

Um euch jedoch nicht so billig abzuspeisen möchte ich euch stattdessen ein paar musikalische „Geheimtipps“ mit auf den  Weg geben.

Für Freunde des Jazz kann ich die Band „High Pulp“ sehr empfehlen. Ich habe sie bei Youtube durch ihren Auftritt bei KEXP entdeckt und fand schnell gefallen an der Musik. Sie ist sehr leichtfüßig und virtuos, dezent verspielt und dennoch eingängig. https://www.youtube.com/watch?v=qUwqrBtJ6tA

Darüber hinaus kann ich das letzte Album „Science Fiction“ der amerikanischen Band „Brand New“ sehr empfehlen. Es ist als eine Art Rückblick auf das musikalische Schaffen der Alternative-Rockband zu betrachten und bietet eine breite Palette an Sounds, die alle durch eine leichte Melancholie zu einem roten Faden verwoben werden.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch das „Reprise“-Album des deutschen pop-Künstlers „Maxim“ ans Herz legen. Es ist eine akustische Neuinterpretation einiger Lieder des Albums „Das Bisschen was wir sind“ und des Songs „meine Soldaten“, welcher der erste Song war, den ich vor Jahren von ihm hörte und der mich schon damals sehr in seinen Bann zog. Das ganze Album ist wie eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Maxim schafft es in seinen Liedern, die Geschichten und Erlebnisse so zu erzählen und musikalisch zu untermalen, dass man schnell das Gefühl bekommt, es seien die eigenen.

Viel Freude beim reinhören.