Wir besiegten meine Angst gemeinsam

Hey und Herzlich Willkommen zu meiner sechsten Kolumne. Heute möchte ich ein tiefes und langes Geheimnis mit euch teilen, welches ich lange versuchte selbst zu besiegen. Leider geling mir dies 10 Jahre lang nicht und wäre es meinem aufmerksamen Freund nicht aufgefallen, würde ich dieses Päckchen wohl immer noch mit mir tragen.

Ich habe als ich 10 Jahre alt war ein Trauma erlebt, welches man als Mädchen wohl eher nicht erleben möchte. Ich und eine Freundin wurden von einem Mann belästigt, als wir auf dem Weg zum Baden waren. Zum Glück nicht in dem schlimmsten Ausmaß, aber es reichte aus, um mich in meinem Leben einzuschränken. Viele Jahre voller Angst begleiteten mich fast täglich. Auch viele Schuldgefühle waren bei mir, da ich damals weiter gerannt bin, um Hilfe zu holen. Es war alles richtig, aber es fühlte sich so falsch an.

Sobald es dunkel wurde, fühlte ich mich unsicher, drehte mich ständig um und dachte da wäre er. Man hat ihn nie gefunden und dies trug ich immer in meinem Kopf.

Meinem Freund wollte ich das nicht zu gleich Beginn unserer Beziehung erzählen, um für ihn keine Last zu sein. Für mich gehörte das schon wie das Atmen zu meinem Leben, ständig aufzupassen und immer in Angst schnell nach Hause zu rennen. Ich hatte bis dahin immer gedacht, ich habe es gut im Griff und alles gut verdrängt. Ich bemerkte gar nicht mehr, dass mein Verhalten in manchen Situationen total überspitzt war und absolut unnötig sei, wenn ich mich wirklich wohlgefühlt hätte.

An einem Abend konnte ich es nicht verbergen, wie es mir geht, wenn ich im Bad stehe und jemand kommt einfach rein mit einem Klopfen. Diese unerwarteten Momente waren es, die mich in Schrecken versetzten und teilweise dafür verantwortlich waren das ich in Panik geriet. Mein Freund fragte mich sofort aus und war für mich da.
Er bemerkte wie dringend mein Problem war und wie tief es schon mit meinem Leben verbunden war. Wir versuchten gemeinsam einen Weg zu finden. Wir wollten zu einer christlichen Beratungsstelle, um diese Geschichte gemeinsam mit Gott aufzulösen und endlich zu beenden. Dort wurde mir leider nur empfohlen an eine nächste Stelle zu gehen und diese war nicht sehr hilfreich. Letztendlich suchte ich mir seine Tante aus, um dort mit Seelsorge meine Sorgen mit ihr gemeinsam zu Gott zu bringen. Ich wusste nicht genau was das bedeutet würde und was mir das für einen Mehrwert bringen würde. Wir beteten gemeinsam, Sprachen über all meine Gedanken und brachten die ganzen Sorgen und schrecklichen Momente der Angst vor Gott.

Bereits nach diesem Gespräch bemerkte ich einige Tage später, dass ich mir weniger Gedanken machte, wer hinter mir sein könnte oder überhaupt Angst zu haben. Ich verließ mich vollkommen auf Gott und ließ mir bewusst machen, wenn Gott so unglaublich groß ist, wer kann mir dann hier auf der Erde etwas tun, wenn er mein Schutz ist. Dies brauchte eine ganze Weile an Zeit und sitzt bis heute noch nicht in jeder Stelle meines Kopfes, aber es ist eine riesige Erleichterung und ein Gottesgeschenk an mich.

Sollte es dir auch mal so gehen, dann vergiss NIE Gott ist immer bei uns, auch wenn wir ihn nicht sehen oder hören. Er sieht uns immer und verlässt uns nicht. Gott ist unser Schutz und unser Schild in jeder Lage und Situation.

Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden. Auch ich sage zum HERRN: »Du schenkst mir Zuflucht wie eine sichere Burg! Mein Gott, dir gehört mein ganzes Vertrauen!« Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren und hält jede tödliche Krankheit von dir fern. – Psalmen 91, 1- 3 Unter Gottes Schutz