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02. April 2018

#24
Die Mystik der
Auferstehung

von Claire Gonzales

02. April 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Claire Gonzales


Die Mystik der Auferstehung

Zu dieser Jahreszeit fällt mir immer wieder auf, wie sehr der ursprüngliche Grund des Osterfestes vergessen oder mit alten heidnischen Traditionen vermischt wird, wie Eier aufhängen, etc.. Was mich beim Darüber-nachsinnen so bewegt, ist, dass das Fest der Auferstehung (wie ich es lieber nenne) ein unfassbar mystischer Zauber zugrunde liegt. Es ist das wichtigste Fest, wenn man Jesus kennt und an ihn glaubt. Weihnachten ist, im Gegensatz zu Ostern zumindest, näher an der Ursprungsgeschichte, weil man zum Beispiel viel an die Krippenszene erinnert wird. An Ostern lenkt jedoch unfassbar vieles davon ab, weshalb wir eigentlich dieses übernatürliche Ereignis, die Basis unseres Glaubens, feiern.

Oft wird der christliche Glaube als trocken oder verstaubt angesehen, während esoterische Mystik und fernöstliche Meditationsrituale mehr und mehr Anhänger in unseren Breitengraden finden. Doch woran wir glauben, ist an Mystik, Zauber und übernatürlichen Begebenheiten nicht zu übertreffen.
Klar, das mag ein Grund sein, warum viele die Bibel als Märchenbuch abschreiben, aber ganz ehrlich, mir tun Leute leid, die nur an das glauben können, was sie mit ihren Augen sehen und mit ihrem Gehirn verstehen können. Wie klein und eng so eine Welt wohl erscheint?
Wenn man versucht Gott in eine Box zu packen, die ins eigene Gehirn passt, ist das ein ganz schön unbeeindruckender Gott. Genau deshalb glaube ich mit Freude an einen größeren Gott, einen Gott, der bei weitem meinen kleinen Menschenverstand übersteigt und der übernatürlich, in mystischer Weisheit, handelt.

Als ich vor fünf Jahren zu dieser Jahreszeit in Israel war, bekam ich zum ersten mal einen tieferen Einblick in die wunderschöne Mystik von Gottes Liebesgeschichte für uns. Wenn bei uns Ostern ist, feiern die Juden Pessach, ein traditionelles Fest voll tiefer Symbolik zum Gedenken des Auszugs ihres Volkes aus Ägypten. Ich habe beim Sedermahl mit einer messianisch-jüdischen Familie viel über die Parallelen von Jesus und den Geschichten aus der Thora mit den bis heute anhaltenden jüdischen Traditionen zu diesem Fest gelernt und dabei erkannt, welch lange Liebesgeschichte unser Gott schreibt, wie er sich nach uns sehnt, uns zu sich zieht und in unser "verheißenes Land" führt. Wie das Volk Israel in der Wüste umherirrte, so ist auch für uns der Weg zu den Versprechen Gottes für unser Leben nicht immer leicht und wir verlieren oft den Fokus, zweifeln, haben Angst und suchen andere Götter. Doch genau wie beim Volk Israel, hat uns Gott dennoch niemals verlassen.
Wenn es sich so anfühlt, als sei Gott abwesend, dann liegt es höchstwahrscheinlich daran, das unser Fokus woanders liegt und wir gerade bei der x-ten Extrarunde durch unsere persönliche Wüste sind. Doch das ändert nichts an der Realität seiner Gegenwart und seiner Liebe für uns.

Die allergrößte Mystik verbirgt sich nach wie vor in Jesus, wer er war und wer er ist, wie und warum er starb und dass er den Tod überwand und was danach passierte. Er sagte, dass es gut ist, dass er geht, damit wir mit dem Heiligen Geist noch größeres vollbringen werden, als Er zu seinen Lebzeiten auf der Erde. Das übersteigt meinen Verstand, aber ich kann nicht anders als von Liebe und Begeisterung für diesen leidenschaftlichen, mystischen Gott überzufließen.

Da sagte Jesus zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?« – Johannes 11, 25-26

Was wir also zu dieser Zeit des Jahres feiern, ist Gottes Erfüllung seiner Verheißung an uns, dass wir frei sein dürfen. Er ermöglicht uns durch Jesu Tod und Auferstehung einen Ausweg. Ob und wann wir unser Ziel erreichen, liegt dann an uns. Unsere Fehltritte, unsere Angst oder unser Unglaube verzögern das ganze enorm. Aber, was sich niemals ändert, ist, dass Gott sowohl uns - genau wie dem Volk Israel- verspricht, auf dem Weg bei uns zu sein uns zu leiten, zu nähren, zu schützen und ein liebender Vater zu sein.

Fragen:

1. Hast du schon einmal über die wahre Bedeutung von Ostern meditiert?

2. Was bedeutet für dich Auferstehung?

3. Glaubst du an einen mystischen Gott, der dich leidenschaftlich liebt?