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02. April 2019

#18
Zeugnis:
Matthias

02. April 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Matthias

Es ist beinahe ein gesamtes Jahr vergangen, seit wir das letzte Mal in diese Reihe eingestiegen sind: Und auch in dieser Staffel von 'Unser Leben in Christus: Ein Zeugnis seiner Herrlichkeit' haben wir wieder fünf mutige, offene und ehrliche Menschen gefunden, die uns von ihrem Leben mit und ihrem Glauben an Jesus Christus erzählen möchten.
Diese Reihe dient uns und euch zur Inspiration und zum bewussten Innehalten über Gottes Wunder und seine Güte mitten unter uns. Gott wirkt! Heute, genau wie gestern und auch in Zukunft und dies wollen wir hier mit euch teilen. Viel Freude beim Lesen und entdecken, Sascha.

Vor etwa zehneinhalb Jahren stand ein Umzug in eine andere Stadt an. Ich war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt.
Aufgewachsen bin ich in einem Dorf zwischen Bremen und Hannover. Ein Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern, dass etwa eine Viertelstunde von der nächsten Kleinstadt entfernt ist. Ein Dorf, in dem man sich kennt und grüßt. Umgezogen sind wir nach Wolfsburg. Ums noch drastischer zu sagen: Vorher waren ein riesiger Wald am Dorfrand und der Sportplatz jeweils keine 100 Meter von unserem Haus entfernt. Unser neues zu Hause wurde eine Wohnung in einem Plattenbauviertel. Vom Kleinstadtgymnasium auf ein Gymnasium mit über 50 verschiedenen Nationalitäten. Meine Freunde, mein gesamtes Umfeld waren ab sofort 130 Kilometer entfernt.
Das war ein Schock, den ich nicht so schnell verarbeitet habe. In meiner neuen Klasse habe ich nie wirklich Anschluss gefunden. Stattdessen wurde ich gemobbt und auch ein oder zweimal bespuckt. Den Höhepunkt fand diese Phase in der für mich etwas unerwarteten Nachricht, dass ich sitzenbleiben würde.
In dieser Zeit habe ich versucht die Leere in mir durch Computerspiele auszufüllen. Jeden Tag ging es direkt nach der Schule an den Computer, um zu zocken. Die meisten meiner Spiele habe ich damals über zehn Mal durchgespielt. Irgendwas musste doch gegen diese Leere in mir helfen. Auch wenn ich es in der Zeit nicht wirklich realisiert habe, hatte ich eine Sehnsucht in mir, die gestillt werden wollte. In dieser Zeit wurde ich auch von Klassenkameraden in eine 'neue Welt' im Internet eingeweiht und habe fortan versucht diese Leere durch Pornografie zu füllen. Aber das half alles nichts. Manchmal hatte ich schon das Gefühl, dass es mir gut geht und ich erfüllt bin. Das hielt aber immer nur relativ kurz an. In dieser Zeit ging ich weiter in die Gemeinde und arbeitete sogar im Beamerteam mit. Die Gottesdienste ließen mich unberührt. Eines Tages dann zwang mein Vater mich wenigstens einmal zur Jugendgruppe meiner Gemeinde zu gehen. Dort habe ich mich - für mich sehr überraschend - sehr wohl gefühlt. Ich wurde angenommen. So wie ich bin. Ich habe nach und nach angefangen, dass Evangelium neu zu verstehen. Die meisten Geschichten der Bibel hatte ich schon im Kindergottesdienst gehört und Jesus damals auch mein Leben gegeben, aber in dieser Zeit fing ich an zu verstehen, was das Kreuz bedeutet. Das war für mich ein Wendepunkt in meinem Leben. Ich habe in dieser Zeit Jesus erlebt. Ich hatte endlich die Antwort auf die Leere gefunden. Jesus. Seit dieser Zeit darf ich mit Jesus leben und das ist ein Leben in Fülle. Kein Leben ohne Herausforderungen oder Widerstände. Aber ein erfülltes Leben mit Sinn. – Matthias

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org