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26. März 2019

#17
Zeugnis:
Marie

26. März 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Marie

Es ist beinahe ein gesamtes Jahr vergangen, seit wir das letzte Mal in diese Reihe eingestiegen sind: Und auch in dieser Staffel von 'Unser Leben in Christus: Ein Zeugnis seiner Herrlichkeit' haben wir wieder fünf mutige, offene und ehrliche Menschen gefunden, die uns von ihrem Leben mit und ihrem Glauben an Jesus Christus erzählen möchten.
Diese Reihe dient uns und euch zur Inspiration und zum bewussten Innehalten über Gottes Wunder und seine Güte mitten unter uns. Gott wirkt! Heute, genau wie gestern und auch in Zukunft und dies wollen wir hier mit euch teilen. Viel Freude beim Lesen und entdecken, Sascha.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, in dem ich das erste Mal bewusst jemanden wahrgenommen habe, der Christ ist. Ich erinnere mich sehr gut an meine Verwunderung, fast schon ein Entsetzen. Wie kann jemand heutzutage an so etwas wie einen Gott glauben? Das konnte und wollte ich nicht verstehen. Alles in mir wehrte sich gegen diese Absurdität. Trotzdem ließ ich mich darauf ein, mir einen Gottesdienst anzuschauen. Und auch hier fühlte ich mich in all meinen Vorurteilen bestätigt und erduldete die fast schon komische Veranstaltung, um dann so schnell wie möglich zu flüchten. Ich war erschlagen von so vielen Dingen, die alle so sehr gegen jegliche Vorstellungen und Meinungen gingen, mit denen ich aufgewachsen war und ich fühlte mich dazu genötigt, mich auf meine Wahrheiten zu versteifen und sie zu stärken, weil ich merkte, dass meine Annahmen keine absoluten, allgemeinen waren, die jeder Mensch zu teilen schien. Ein Wanken in meinen Ansichten war keine Option für mich, also beschloss ich: Es gab eine Wahrheit und ich kannte sie und in meiner Welt gab es keinen Gott. Kleine Stimmen des Zweifels erstickte ich im Keim, sobald ich sie wahrgenommen hatte. Und das blieb auch noch einige Monate so.

Bis zum 22. März 2015, einem Sonntag, als in einem, zu einer Gemeinde umfunktionierten Theater mitten in London, in das ich aus gutem Willen während eines Urlaubs mitgekommen war, SEINE Stimme das erste Mal durchdrang und mein Herz erkannte, dass es etwas oder jemanden gibt und ich mich auf die Suche machen muss. Ich begegnete IHM, meinem Schöpfer, der mich rief und ich konnte nichts tun als zu antworten. Alles in mir wurde wie gezogen, hin zu SEINER Person.
Und ich beschloss meine Zweifel an meinem Weltbild nicht mehr zu stillen, sondern ihnen auf den Grund zu gehen und mich für andere Ideen zumindest zu öffnen.
Und am Ende, so ungefähr im Juni, hatte ich gefunden, was ich nie geglaubt hatte zu suchen. Was hätte ich damals von mir gesagt, das ich suche? Anerkennung, Liebe, Annahme, Freundschaften, die überdauern, Freude an meinem neu begonnenen Studium - aber ganz sicher nicht Gott. Und plötzlich war ich auf einen liebenden Gott gestoßen, der nicht nur ein Konzept blieb, sondern persönlich wurde und mein Lebenskonzept auf den Kopf stellte. Aber warum habe ich nicht einfach auf meinen Vorstellungen beharrt und wie kann ein Moment so einen Einfluss haben?
Ich wusste, dass es IHN gab. Genauso wie ich nicht rückgängig machen kann, etwas gesehen zu haben wie einen Baum oder einen Menschen, konnte und kann ich nicht rückgängig machen, Gott gespürt zu haben. Es ist wie eine Wahrheit, die so tief in deinen innersten Verstand eindringt und dort Wurzeln schlägt, dass sie Nichts und Niemand jemals wieder herausholen kann. Diese Erfahrung ist, obwohl es mir so schwer fällt sie adäquat in Worte zu fassen, so plötzlich und doch so eindrücklich gewesen. Wie ein Stromschlag oder eine Welle, die bricht, wusste ich einen Moment vorher nicht, was mit mir im nächsten Moment geschehen würde und einen Moment später war alles verändert. Ich war immer noch ich, aber mein Herz war verändert. Das Fundament meines Denkens und Handelns war ersetzt und ich musste mich auf die Suche begeben um herauszufinden, was ich da gespürt hatte und wer es war, der da so plötzlich aufgetaucht war.
Was das konkret für mein Leben bedeutet, wurde mir ab da bis heute jeden Tag immer klarer. Und so habe ich gefunden, was ich nicht gesucht habe (zumindest nicht direkt) und habe erkennen dürfen, dass ich in Christus, oder mit Seiner Hilfe, alle Dinge gefunden habe, die ich mir damals gewünscht habe und ich meine Priorität, mein größtes Suchen, auf das Wesen Gottes setzen kann und will. – Marie

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org