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23. März 2018

#13
Zeugnis:
Anna Katharina

23. März 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Anna-Katharina

Ein neues Jahr – immer noch ein lebendiger, liebender und spannender Gott. Er will uns nah sein, er will uns bewegen. Das sehe ich, das erlebe ich.
Ich möchte euch heute, und in den kommenden Wochen, mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise, auf der wir verschiendenen Menschen begegnen werden. Menschen in den unterschiedlichsten Lebens- und Glaubensphasen. Manche kämpfen gerade, manche suchen, manche genießen ihre Zeit des Friedens. Doch so unterschiedlich ihre Geschichten und Zeugnisse sein mögen, sie verbindet ein gemeinsames Fundament: Jesus.
Anfang letzten Jahres hatte ich den Eindruck, dass ich sammeln soll, was Gott auf dieser Erde für seine Kinder tut. Wie er sie berührt, wie er sie bewegt - wie er an ihnen dran bleibt. Ich hatte den Eindruck, ich solle euch dort draußen die Chance geben, zu sehen, wie lebendig und schön Gottes Werke sind. Wie Er an seinem Reich baut und uns dafür gebrauchen möchte. Wie er treu und beständig an unserer Seite ist. Und genau diese Vielfalt von Gottes Wirken möchten euch die Menschen im Folgenden ans Herz legen:

Er ist die Liebe. Er ist das Leben. Er ist die Freiheit.
In meinem Herzen gibt es eine Sehnsucht. Tief verborgen in mir schwebt ein Traum. Fliegen. Frei sein. Wie ein Schmetterling die Flügel ausbreiten und sich in die Luft erheben. Schwerelos den Sonnenstrahlen entgegen. Erfüllt mit Lebendigkeit und Freude. Frei von allen Fesseln und Ängsten.

Für viele Jahre hatte ich das Gefühl, dass andere mich anders sahen. Für sie war da kein Schmetterling. Sondern eher eine stille Schnecke. Und ich platze innerlich fast. Als Schmetterling eingequetscht in einem Schneckenhaus.

Sehnsüchte – wozu sind sie da, wenn die Realität etwas anderes erzählt? Wenn es nicht möglich scheint?

Und eine tiefe Sehnsucht zog mich immer weiter vorwärts. Es musste doch etwas geben, das mich ausfüllte, das mir Leben gab. Echtes Leben. Seit ich denken kann kenne ich die Antwort, die meiner Seele ein Ziel gibt. Ein Ziel, dass meiner Sehnsucht Richtung gibt. Doch eine Antwort kennen und eine Antwort verstehen, begreifen, erkennen, erleben, leben sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Meine Sehnsucht und meine Suche wurden gezogen. Mal stärker und mal schwächer. Spürbar oder kaum wahrnehmbar. Ich suchte, wie alle Menschen suchen. Fragte nach Liebe und Annahme. Liebe, um die Arme auszubreiten und mich fallen zu lassen. Und Annahme, um stehen zu können und zu wissen, wer ich bin.

"Zu dir hast du uns geschaffen. Und unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir, o Gott." (Augustinus, Conf. 1,1)

Seit ich denken kann kenne ich Jesus. In meinen Eltern begegnete er mir. Sie lebten mir eine Nachfolge aus Liebe vor. In ihnen sah ich Lebendigkeit und Gottes Geist.

In meinen Teenagerjahren wurde mein Herz von seiner Liebe angesteckt. Andere Menschen fachten die Sehnsucht in mir, ihn zu kennen, immer wieder an und das Feuer in mir griff um sich.

Regenzeiten ließen das Feuer weniger werden. Wind verstreute die Glut. Mein Herz suchte die Liebe und Anerkennung bei Männern. Ich lief der Liebe, wie sie die Welt kennt, nach. Dabei verlor ich meine Freiheit. Irgendwer legte mir Fesseln an und ich suchte doch nur die Liebe. Das Leben. Die Freiheit.

Jesus spricht: "Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern" (Die Bibel in Lukas 15, 4-5)

Und Jesus hat mich gesucht. Er hat mich herausgeführt. Ganz konkret hat er mich aus meinem Umfeld in Deutschland nach Kapstadt geholt. Er zeigte mir seine Liebe und Fürsorge durch eine dortige Gemeinde. Er ließ Feuer vom Himmel in meine durstige Seele fallen. In meine schwierigen Situationen, meine Herausforderungen, meine Gleichgültigkeit und meine Kälte.
Jesus hat mich herausgerufen. Er hat die Ewigkeit in mein Herz gelegt. Mein alter Lebenskurs wurde korrigiert. Ich wusste wohin es geht. Wusste, auf wen ich zusteuere.
Meine Liebe ist in ihm. Mein Leben ist in ihm.

Meine Freiheit ist in ihm. Und heute, fast 8 Jahre später, traue ich mich immer noch, meine Flügel mehr und mehr zu entfalten, mich im Vertrauen fallen zu lassen und loszufliegen. Ich werde immer freier von den Fesseln der Welt, den Ängsten, was andere über mich urteilen und immer tiefer geheilt von Wunden und Verletzungen. Meine Seele darf heil werden.
Der Regen kommt immer wieder. Rückzüge ins Schneckenhaus auch. Sturm, Zweifel, Selbstanklage, Liebessehnsucht ebenfalls.
Doch ich weiß wo meine Heimat ist und wo ich geborgen bin: Allein in Christus.

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org