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25. August 2017

#10
Zeugnis:
Joule

25. August 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Joule

Gott ist spannend! Gott ist lebendig. Und das auch in Staffel 2 dieser Reihe. Ich möchte euch heute, und in den kommenden Wochen, mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise, auf der wir verschiedenen Menschen begegnen werden. Verschiedene Menschen, die Gott in ihrem Leben die Ehre und Zuversicht schenken wollen.
Vor einigen Monaten hatte ich den Eindruck, dass ich sammeln soll, was Gott auf dieser Erde für seine Kinder tut. Wie er sie berührt, wie er sie bewegt - wie er sie in seine Mitte holt. Ich hatte den Eindruck, ich solle gerade euch dort draußen zeigen, wie lebendig und schön Gottes Werke sind. Wie Er an seinem Reich baut und uns dafür gebrauchen möchte.
Diese folgenden Texte sind nicht dazu geschrieben worden, um zu zeigen, wie es geht oder zu suggerieren, wir sollten uns nach diesen Vorbildern richten. Die folgenden Texte sind als Inspiration und als Zeugnis zu verstehen. Lasst euch berühren von Gottes Wirken und seiner Schönheit in den Menschen: Gott ist gut, geben wir Zeugnis davon!

Ich bin Joule, eigentlich Juliane, doch den Spitznamen hab ich seit meiner Schulzeit. Meine Geschichte mit Gott hat erst später in meinem Leben begonnen. Meine gesamte Familie kommt aus der ehemaligen DDR und die einzige Christin in meiner Familie ist meine Uroma. Ich hatte keine Berührungspunkte mit Kirche oder Gott, hatte mit 14 meine Jugendweihe. Im Teenageralter fing ich an mich für Philosophie zu interessieren und für Sinnfragen. Da dachte ich zum ersten Mal über Gott nach; ich las Texte, die jedoch eher kritisch gegenüber Religion waren. Ich lehnte die Kirche und die christlichen Ideen ab, aber ich hatte eine Faszination für das Unendliche, das Ungewisse, das All und ob das alles Zufall sein kann. Diese Offenheit, die Neugierde begleiten mich bis heute.
Nach meiner Schulzeit wollte ich Kunst studieren und machte ein Praktikum und wohnte bei einem Künstler. Dessen Frau war (ist) Pfarrerin. Sie faszinierte mich. Bei vielen Gesprächen und nach eindrücklichen Wochen, begann ich mich dafür zu öffnen, was sie zu sagen hatte. Ich ließ mich in diesem Jahr am 24.12.nachts taufen und dies war erst der Anfang, noch ganz unerfahren und ahnungslos, für meinen Weg mit Gott. Mein Taufvers war der Psalm 119,18 "öffne meine Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz". Mein Interesse wuchs und ich wollte alles verstehen, ich begann Theologie zu studieren. Weiterhin durch viele kritische Fragen getrieben, aber mit einer kleinen, wachsenden Ahnung begab ich mich auf die Suche, was oder wie Gott sei. Die Offenbarung kam durch einen Satz eines Kommilitonen: „Wie kannst du denn Gott erkennen, wenn nicht durch Jesus?“ Der Satz hat mich tief bewegt, oder: Mir (endlich) die Augen geöffnet. Gott ist nicht im All (auch wenn seine Schöpfung unbegreiflich und unendlich ist), sondern Gott manifestiert sich in den Mensch gewordenen, einfachen und einzigartigem Geschöpf, welches es schaffte, alles zu ertragen und der Menschheit zu zeigen was echte Liebe ist!
Ich habe seither viele Höhen und Tiefen und immer wieder Zweifel, aber die Gewissheit, das Vertrauen ist immer da. Ich glaube, dass sich Gott jedem offenbaren will. Ich glaube seine Mittel und Wege das Herz zu erreichen sind unglaublich vielfältig, kreativ, immer neu und in jedem Gesicht anders. Es ist eine eigene Sprache, die es mit Jesus zu entdecken gilt und deshalb mag ich den Satz: “Herr ich glaube, hilf meinem Unglauben“ (Markus 9,24).

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org