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12. Mai 2017

#4
Zeugnis:
Leonie

12. Mai 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Leonie

Gott ist spannend! Gott ist lebendig. Ich möchte euch heute, und in den kommenden Wochen, mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise auf der wir verschiedenen Menschen begegnen werden. Verschiedene Menschen, die Gott in ihrem Leben die Ehre und Zuversicht schenken wollen.
Vor einigen Monaten hatte ich den Eindruck, dass ich sammeln soll, was Gott auf dieser Erde für seine Kinder tut. Wie er sie berührt, wie er sie bewegt - wie er sie in seine Mitte holt. Ich hatte den Eindruck, ich solle gerade euch dort draußen zeigen, wie lebendig und schön Gottes Werke sind. Wie Er an seinem Reich baut und uns dafür gebrauchen möchte.
Diese folgenden Texte sind nicht dazu geschrieben worden, um zu zeigen, wie es geht oder zu suggerieren, wir sollten uns nach diesen Vorbildern richten. Die folgenden Texte sind als Inspiration und als Zeugnis zu verstehen. Lasst euch berühren von Gottes Wirken und seiner Schönheit in den Menschen: Gott ist gut, geben wir Zeugnis davon!

Ich bin christlich erzogen worden. Mein Papa ist Ältester in der FeG im schönen Marburg und auch der Rest meiner Familie besteht zu einem Großteil aus Christen. Ich selbst bin Mitglied in einer evangelischen Landeskirche hier im ebenso schönen Halle.
Ich möchte euch gerne an einen Ausschnitt aus meinem Leben mit Jesus teilhaben lassen, der nun ein bisschen länger als ein Jahr zurück liegt.

Meine ersten Semesterferien hier in Halle hatten gerade angefangen, meine WG leerte sich allmählich, es lag noch Schnee. Mein letzter Freund hatte gerade mit mir Schluss gemacht, ich war am Boden zerstört und ziemlich planlos. Eine alte Freundin aus Marburg besuchte mich am Wochenende. Wir redeten viel und wanderten meine Lieblingswege durch die Hallenser Altstadt ab. Es kam ziemlich überraschend. Meine erste Assoziation, als ich den Knall hörte, war das jemand einen Schrank oder so aus dem Fenster geworfen hatte. Wir drehten uns sofort um. Etwa 5 Meter hinter uns lag ein Junge. Als wir bei ihm ankamen lebte er noch, ich versuchte das Blut aus seinem Mund zubekommen. Ein paar Minuten später war er tot. Er hatte sich mit gerade mal 16 Jahren selbst das Leben genommen.
Es war die absolute Hölle. Am Abend hatte ich einen Nervenzusammenbruch. ich konnte nur noch weinen. Die nächsten Wochen träumte ich, wenn ich schlief von einem Dämon der auf dem Fensterbrett sitzt und dem Jungen zuflüstert bis er aus dem Fenster springt. Ich machte mir auch selber große Vorwürfe, denn ich wusste, dass ich nicht mein Bestes gegeben hatte, um den Jungen zu retten.
Mich quälte die Frage nach dem Warum. Wie sehr muss ein Mensch leiden, damit er bereit wird sich selbst umzubringen? Und wo kann ein liebender Gott in so einer Situation sein?

Eines Tages, es war so etwa 3 Wochen nach seinem Tod, dachte ich mal wieder über meine Träume nach. Ich sah den Jungen vor mir liegen. Doch diesmal lag noch jemand daneben. Es war Jesus, der den Jungen traurig anschaute. In der Pfütze aus Blut, die den Kopf des Jungen umgab, stand geschrieben: "Gebt mir Wahrheit!". Jesus blutete auch "Ich liebe dich" stand in seinem Blut. Schließlich blickte er mich an und fragte ernst: "Vertraust du mir?". Ich hab diesen Eindruck gemalt, dieses Bild fordert mich bis heute unendlich heraus und doch ist es meine größte Hoffnung.

Ich habe keine Ahnung warum der Junge starb, warum Jesus ihn nicht aufgehalten hat und auch sonst so warum in dieser Welt so viel schief läuft. Ich hab damals auf die Frage mit Ja geantwortet, genau wie auch schon an meiner Taufe und etliche Male davor. Ich tu es seit den letzten Monaten fast jeden Tag. Mir geht es psychisch besser als je zuvor.

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org