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05. Mai 2017

#3
Zeugnis:
Jonny

05. Mai 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Jonny

Gott ist spannend! Gott ist lebendig. Ich möchte euch heute, und in den kommenden Wochen, mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise auf der wir verschiedenen Menschen begegnen werden. Verschiedene Menschen, die Gott in ihrem Leben die Ehre und Zuversicht schenken wollen.
Vor einigen Monaten hatte ich den Eindruck, dass ich sammeln soll, was Gott auf dieser Erde für seine Kinder tut. Wie er sie berührt, wie er sie bewegt - wie er sie in seine Mitte holt. Ich hatte den Eindruck, ich solle gerade euch dort draußen zeigen, wie lebendig und schön Gottes Werke sind. Wie Er an seinem Reich baut und uns dafür gebrauchen möchte.
Diese folgenden Texte sind nicht dazu geschrieben worden, um zu zeigen, wie es geht oder zu suggerieren, wir sollten uns nach diesen Vorbildern richten. Die folgenden Texte sind als Inspiration und als Zeugnis zu verstehen. Lasst euch berühren von Gottes Wirken und seiner Schönheit in den Menschen: Gott ist gut, geben wir Zeugnis davon!

Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir schon von klein auf vorgelebt haben, wie sie als Christen leben. Ich wurde von ihnen mit in die Kirche genommen, habe Geschichten von Jesus erzählt bekommen und in mir ist ein kindliches Vertrauen gewachsen, dass Jesus mein bester Freund ist. Ein Freund den ich zwar nicht sehen kann, auf den ich aber fest vertraut habe. Im Alter von 9 Jahren habe ich dann auf einer großen Kinderveranstaltung gehört, dass man sich im Leben entscheiden muss, ob man mit Jesus leben will und so habe ich gebetet, dass Jesus mein Leben gehören soll. Ich konnte zwar nicht überblicken, was das bedeutet. Mir war es in dem Moment aber wichtig diese Entscheidung zu treffen. Als ich 14 Jahre alt war, wurde ich dann konfirmiert und als ich vor dem Altar stand war mir auch da bewusst, ich treffe jetzt eine wichtige Entscheidung – ich will mein Leben mit Jesus leben.
Jedoch erst die darauffolgenden Jahre habe ich angefangen zu verstehen, was das wirklich bedeutet. Als ich meine Schule beendet hatte, in eine andere Stadt umgezogen bin und ein freiwilliges soziales Jahr begonnen habe, hat sich mein Lebenshorizont enorm geweitet. Ich habe zum ersten Mal mein Umfeld und die Gemeinde in der ich aufgewachsen bin verlassen und habe auf einmal Christen getroffen, die so ganz anders ihren Glauben gelebt haben, wie ich es bisher kannte. Ich habe entdeckt, dass nur weil jemand sagt er ist Christ muss es nicht heißen, dass er Gott genauso kennt wie ich. Als ich an das FSJ dann eine pädagogische und theologische Ausbildung angeschlossen habe, dachte ich: Jetzt bekomme ich endlich Antworten auf alle meine Fragen über mich und die Welt. Zu meinem Erstaunen musste ich aber feststellen, dass es viele Fragen gibt, auf die es keine leichte – oder vielleicht auch gar keine Antwort gibt.
Meine Welt und mein Bild von Gott hatte aufgehört in schwarz und weiß, richtig und falsch zu funktionieren, so wie ich es als Kind gelernt hatte. Auf einmal musste ich Stellung beziehen und sagen was ich glaube. Als ich mich in dieser Zeit auch intensiver mit mir selbst beschäftigt habe, sind mir auf einmal Seiten an mir aufgefallen, die ich gar nicht so toll finde. Ich habe auf einmal entdeckt, wo ich in meiner Familie auch Wunden davon getragen habe, die ich so vorher nicht gesehen hatte. Ich habe entdeckt, wo mein Leben krummen Linien hat und ich habe vor allem entdeckt, dass ich auch mich selbst nicht immer in der Hand habe. Irrationale Ängste haben in meinem Leben angefangen zu wachsen und ich habe mir Begleiter gesucht, die mir helfen Dinge in meiner Vergangenheit aufzuarbeiten. Es gab immer wieder auch Phasen, in denen ich keinen Ausweg mehr gesehen habe und ich manchmal nur noch weinend auf dem Boden in meiner Wohnung saß und sagen konnte: „Jesus ich halte mich an dir fest, weil ich echt nicht weiter weiß und keine Ahnung habe, wie es je einen Ausweg aus meiner Lage geben soll.“
Erstaunlicherweise habe ich in meinen größten Krisen erleben dürfen, dass ich trotz allem Schmerz ein Vertrauen und eine Hoffnung hatte, die ich mir selbst nicht erklären konnte. Heute sind noch nicht alle Wunden geheilt und meine inneren Prozesse werden weiter viel Zeit benötigen, aber nach wie vor habe ich eine Hoffnung tief in mir, die mich trägt und mir hilft immer wieder Jesus zu vertrauen, dass er die besten Absichten für mich und mein Leben hat.

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org