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23. Januar 2019

#88
Eine Gitarre
und eine Berufung

von Sascha Gonzales

23. Januar 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Eine Gitarre und eine Berufung

Dies ist ein Zeugnis von seiner Herrlichkeit und Treue:

Ich möchte heute zu Beginn der Kolumne kurz zurückblicken: Anfang 2018 sah ich mich in der gesegneten Position, mir entweder eine neue Gitarre – also einen Traum – zu kaufen, oder einen neuen Laptop zum Arbeiten – weniger ein leidenschaftlicher Traum von mir. Wie dem auch sei, diese Odyssee hielt sich über Monate in unserem Familienleben. Ich recherchierte tagtäglich in beide Richtungen, wir fuhren zu Thomann – immerhin 3 1/2 Stunden Autofahrt hin und 3 1/2 Stunden Autofahrt zurück. Und nein, wir fuhren nicht nur ein Mal dorthin, ganze zwei Mal konnte man uns dort als Dreiergespann bewundern, wie wir in diesem kleinen Glasraum mit Gitarren saßen und es einfach nicht 'Klick' machen wollte. Ich spürte irgendwie, es soll (noch) nicht sein.
So vergingen die Wochen und Monate und ich entschloss mich schlussendlich für die 'rationale', unemotionale Lösung und kaufte mir einen neuen Laptop. Aber diese Gitarrengedanke lies mich nicht los.

Wir spulen vor: 23. Dezember 2018. Meine Frau Claire und ich kamen waren gerade auf dem Weg zur Weihnachtsandacht in unserer Gemeinde. Mittlerweile kam das Thema der Gitarre immer mal wieder in unseren Gesprächen vor und meine Frau entgegnete hin und wieder, dass sie mir ja gerne eine schenken würde, aber das sie einfach keinen Frieden damit hätte, weil es 'ja schon viel Geld' sei. Ich teilte ihr mit, dass dieser Satz mich gleichzeitig enttäuschen und hoffen lassen würde und ich das Thema gerne beenden würde, da dieser emotionale Traum immer noch in mir loderte.
Also, wir gingen beim "Don't Worry, be Curry" vorbei und hatten ein Gespräch über die Gitarre – na klar. Aus irgendeinem Grund, der mir entfallen ist, offenbarte sich uns die Tatsache, dass wir beide herausgefordert wurden: Claire, weil sie unfrei im Umgang mit Geld war und ich, weil ich nichts annehmen konnte. Wir beschlossen, über die Gitarre zu beten – welche eine gute Idee und – ihr glaubt es kaum — Gott sagte, ich solle sie bekommen. Auf einmal kam Gottes Frieden in die Situation und alles war irgendwie klar.

Über die Feiertage waren wir bei meiner Familie und auf der Rückfahrt vom Restaurant machten wir einen Umweg, damit unsere Tochter etwas länger schlafen konnte. Wir hatten den starken Eindruck, dass wir die Idee und dieses Thema der Gitarre Gott geben sollten und wir sie ihm widmen wollten. Das taten wir im Gebet und sein Frieden war unsagbar stark. Ich konnte am ganzen Körper spüren, dass Gott bei uns war und er sprach zu mir mit eindrücklicher Gewissheit: Diese Gitarre soll nur mich ehren und loben. Mache damit deutschen Lobpreis.
Mir kamen die Tränen und ein Lobpreis kam mir in den Sinn, den es vorher noch nicht gab. Ich sang im gebet für ihn und ich wusste, dass er mir eine Berufung offenbart hatte, auf der seine Verheißung liegt.
Und so fuhren wir am 27. Dezember nach Hamburg zu Just Music, wo ich schon meine erste Gitarre gekauft hatte, und wir nahmen sie einfach mit. Wir wussten sofort, dass es diese eine sein sollte – es war einfach alles klar. Es war einfach göttlicher Frieden über allem und seine Freude hing mittendrin.

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. – Johannes 7, 38 (Lutherbibel 2017)

Ich hatte das gesamte Jahr 2018 keinen einzigen Song geschrieben. Und in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2018 schrieb ich meinen ersten, eigenen, deutschen Lobpreis Song. Es mag für viele von euch behämmert klingen, dass Gott dieses eine, besondere Instrument ausgewählt hat, damit ich auf ihm Lieder für ihn schreiben soll – ganz besondere Lieder, die auf keiner anderen Gitarre entstanden wären – aber es stimmt einfach. Dieses Instrument ist gesalbt und es ist der Startpunkt meiner Berufung: Deutschsprachigen Lobpreis zu seinem Vergnügen und für sein Reich zu kreieren, zu spielen und damit meinen Glauben an ihn überfließen zu lassen. Und das wird passieren.

Halleluja.