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29. Januar 2020

#134
Vermächtnis

von Sascha Gonzales

29. Januar 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Vermächtnis

Jetzt, wo ich 30 bin, muss ich zwangsläufig damit anfangen, mir über das Ende des Lebens Gedanken zu machen.. Okay, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich habe letztens am Martin Luther King Day über mein Vermächtnis nachgedacht.

Martin Luther Kings Leben war nicht immer rosig und auch nicht immer gradlinig, aber im Endeffekt hat er eine ganze Nation, wenn nicht sogar die ganze Welt, durch seine Taten und durch seine Stimme verändert. Und vor allem hat er sie durch seinen Glauben verändert. Bis zum Schluss.

Wenn wir nun seinen Namen hören, dann denken wir nicht über einzelne Tage, oder Etappen, oder Jahre seines Lebens nach, sondern über ihn als Person und über sein gesamtes Lebenswerk.

Eines meiner liebsten Sprichtwörter ist: "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut." – während ich diesen Satz wirklich sehr gern habe, fordert er natürlich meine Geduld heraus. Denn gleichzusetzen mit dem Leben von Martin Luther King, sprechen wir bei Rom auch nicht wirklich über einzelne Tage oder Monate, sondern über die gesamte geschichtlich monumentale Bedeutung dieser Stadt.

Aber kommen wir zum Punkt dieses Beitrags: Vermächtnis. Wie wir im Endeffekt in Erinnerung bleiben, hängt nicht von einzelnen Tagen oder Entscheidungen ab, sondern von unserem gesamten Leben und den Spuren, die wir hinterlassen. Beinahe keine alleinstehende, falsche Entscheidung, noch eine schlechte Woche, noch ein vergeudetes Jahr können im Großen und Ganzen das verändern, was wir in den Augen deren sein werden, die nach uns kommen.

Und so wünsche ich mir, dass ich mir nicht den Kopf über kleine, falsche oder richtige Entscheidungen zerbreche, sondern lebe und meiner Berufung hinterher jage. Ich möchte Menschen zu Jesus führen. Ich möchte diese Stadt, meine Stadt, komplett in Jesu Hände übergeben. Ich weiß, was ich kann und möchte weiterhin mutig sein und nicht aus Angst den Weg verlassen, den ich gehe. Denn so wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde und sogar einmal komplett in Flammen aufging, so wird auch mein Leben ein Gesamtbild hinterlassen, welches hoffentlich das widerspiegelt, was mir auf dem Herzen liegt: Jesus.