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21. August 2019

#114
Nächste Schritte und.. Geld?

von Sascha Gonzales

21. August 2019
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Nächste Schritte und.. Geld?

Es liegt mir schon seit einer geraumen Ewigkeit auf dem Herzen, über das Thema "Geld" zu schreiben. Bislang kam allerdings immer wieder etwas anderes dazwischen und.. –– machen wir uns nichts vor: Über Geld zu sprechen ist nicht ganz so einfach. Es hängt so viel davon ab und es bedeutet manchen Menschen einfach viel mehr als mir.

Geld an sich hat für mich keine hohe Priorität. Ich richte meine Entscheidungen an ganz anderen Sachen aus: Familie, freie Zeit, Wachstum, Beziehungen.. Herzens'dinge' eben.
Ich bin mir ebenfalls darüber im Klaren, dass ich definitiv nicht an der Armutsgrenze lebe und in den Zeiten, in denen ich fast gar nichts hatte, weil ich keine Konzerte gespielt hatte oder gerade frisch mit der Musik aufgehört hatte, kam immer irgendjemand und war für mich da. Ich fühlte mich schon immer sehr gut versorgt und seit ich eine Beziehung mit Jesus eingegangen bin, fühle ich mich tatsächlich sogar REICH.

Reichtum ist etwas völlig Subjektives. Manche Menschen besitzen Unmengen an Geld und Ressourcen und fühlen sich arm oder denken, sie haben nicht genug. Mir ging das nie so und trotzdem fühlte ich mich schon immer reich. Reichtum kommt von innen, hat mal jemand, der mir sehr am Herzen lag, gesagt. Und für mich war dies immer eine Wahrheit und wird immer eine bleiben. Aber wie erzähle ich das jemandem, der wirklich nichts hat? Der sich nicht leisten kann, was ihm wichtig ist? Nur weil mir Geld nicht wichtig ist, muss es ja nicht gleich etwas sein, was nicht gut ist oder hilfreich.

Warum bin ich überhaupt auf das Thema "Geld" gekommen? Gute Frage.. Ich bin immer wieder verblüfft, wenn Menschen uns Geld für unsere Arbeit hier spenden. Seien es kleine Beträge, oder sogar größere Summen. Ich sitze dann immer etwas ungläubig vor meinem Online-Banking und staune über diese Großzügigkeit und Wertschätzung, mit der ich nicht gerechnet hatte. "Die Arbeit die wir machen ist anderen Leuten Geld wert?!" –– wow!
Wir nutzen dieses Geld dann immer für diese Organisation, denn dafür ist es nun mal auch da. Trotzdem ist mir in den letzten Monaten klar geworden, dass diese Arbeit eine Bezahlung und einen Lohn verdient. Und das soll weder abgehoben, noch großkotzig klingen: Ich bin einfach davon überzeugt, dass mein Beitrag für Jesus in dieser Welt und meine Investition in Menschen und ihre Gaben & Berufungen, locker ein echter Job sein darf, kann und sollte.

Aber wo führe ich euch hier hin..? Ich habe beschlossen, dass ich niemals eine Arbeit für den Lohn machen möchte. Niemals! Es ist mir egal, was ich verdiene, solange es für mich und meine Familie in die richtige Richtung führt: Jesus. Für uns zählt, dass wir wachsen dürfen und unsere Berufungen leben. Und dieses Projekt, diese Organisation ist ein Teil MEINER Berufung auf dieser Erde. Gott hat glasklar zu mir gesprochen: "Kümmer' dich um die Einsamen. Führe sie zu mir, so wie ich dich zu mir geführt habe." und das möchte ich tun; dafür möchte ich meine Zeit investieren.
Ab kommendem Frühjahr werde ich –– wenn alles seinen Weg nimmt –– versuchen aus meiner ehrenamtlichen Stelle, eine hauptamtliche zu machen. Und dafür brauche ich Unterstützung von Menschen, die den Wert und die Schönheit dieser Arbeit sehen und verstehen: Euch.

Ich bin mir sicher, dass Gott einen Plan für diesen Schritt hat. ER ist es im Endeffekt, der mich und meine Familie versorgt und keine Arbeit der Welt, wird etwas daran ändern. Und ich bin gespannt und nervös zugleich, wie mir und dieser Organisation dieser nächste Schritt gelingen wird. Und ich werde euch 100% daran teilhaben lassen und weiterhin so transparent sein, wie es nur geht und weiterhin meiner Berufung hinterher jagen!! Vielleicht ja sogar noch weiter als je zuvor dank eurer Unterstützung.

Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln, und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. – 2. Petrus 1, 10-11 (Lutherbibel)