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22. Mai 2019

#105
Meine erste und wichtigste Bestimmung

von Sascha Gonzales

22. Mai 2019
Lesedauer: 5 Minuten
Von Sascha Gonzales


Meine erste und wichtigste Bestimmung

In den vergangenen Tagen und Wochen kamen mein Leben und besonders meine Gespräche immer wieder auf ein bestimmtes Thema: Beziehung.
So unterschied wir Menschen unsere Beziehungen leben, so vielfältig sind auch die Personen und Dinge, mit denen sie diese Beziehungen führen. Sei es die Beziehung zu unseren Partnern, unserer Familie, zu unserem Job oder selbst die Beziehung zu unserem Supermarkt – das Leben ist durchzogen mit diesem Thema –– und das mit Absicht.

Wenn ich Jesu Geschichte in der Bibel folge, und dabei ist es egal, welches der Evangelien ich aufschlage, stelle ich schnell fest: Sämtliche Taten Jesu kommen aus seiner Beziehung mit Gott:

Also sagte Jesus: »Wenn ihr den Menschensohn am Kreuz erhöht habt, werdet ihr erkennen, dass ich es bin und dass ich nichts von mir selbst aus tue, sondern das sage, was der Vater mich gelehrt hat. – Johannes 8, 28 (Neues Leben. Die Bibel)

Befähigt durch den Heiligen Geist –– durch Gottes Geist in Jesus, ist es ihm möglich, als 100% Mensch so zu leben und zu wirken, wie er es tat und bis heute tut. Alleine diese Gewissheit weckt bei mir ein Gefühl der Hoffnung und der Sehnsucht nach mehr –– nach einem solchen Leben.

Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. – Johannes 14, 6 (Neues Leben. Die Bibel)

Gott hat Jesus zu 100% Mensch werden lassen, damit wir ihm nachfolgen können. Einem Gott zu folgen, der perfekt ist und in seiner Göttlichkeit Wunder tut, ist schwierig. Wir können niemandem folgen, mit dem wir uns nicht identifizieren können –– so ticken wir Menschen und so sind wir geschaffen worden. Genau aus diesem Grund hat Gott uns seinen Sohn als Menschen geschickt: Damit wir uns in Ihm sehen können. Er wusste, dass wir so einen Weg sehen, der uns inspirieren wird und dem wir folgen können.

Wir lesen, dass Jesus den Weg zum Vater frei gemacht hat. Für jeden. Durch Beziehung zu uns. Alles Taten und all sein Handeln basieren immer auf Beziehung. Jesus sucht immer und immer wieder zu allerst die Beziehung mit seinen Jüngern, seinen Anhängern und den Menschen, die an ihn glauben, oder es noch nicht tun. Es ist immer wieder dieses Thema: Beziehung.

Eine Beziehung mit Jesus ist auch heutzutage noch unsere erste Berufung auf Erden.

Aber ich habe gegen dich einzuwenden, dass ihr nicht mehr wie am Anfang in der Liebe lebt. 5 Erkenne doch, wie weit du dich von deiner ersten Liebe entfernt hast! Kehre wieder zu mir zurück und bemühe dich so, wie du es am Anfang getan hast. – Offenbarung 2, 4-5 (Neues Leben. Die Bibel)

Gott möchte, dass er unsere Nummer 1 ist. Er sehnt sich nach uns. Er ist eifersüchtig, wenn wir andere 'Götter' haben und ihn vernachlässigen.
Wir können noch so große, bemerkenswerte und beeindruckende Taten auf Erden vollbringen, sie sind doch nur zweitrangig. Denn in erster Linie kommen alle wichtigen und bedeutenden Taten doch nur aus der Beziehung zu Gott.
Wenn wir uns ihm immer mehr annähern, werden wir automatisch ein neuer Mensch. Unsere Prioritäten verändern sich, unsere Gedanken verändern sich, unsere Perspektive und unser Fokus auf alles wird neu. Und automatisch "lebe nicht länger ich, sondern Christus in mir".

Paulus ist hierfür das perfekte Beispiel und deswegen hat Gott ihm auch so eine wichtige und bedeutsame Rolle in der Bibel gegeben. Wir sehen an seiner Geschichte, dass es die Beziehung zu Gott ist, die er in erster Linie sucht und die ihn schlussendlich immer mehr verändert, bis er eben genau das sagt:

Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Ich lebe also mein Leben in diesem irdischen Körper im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat. – Galater 2, 20 (Neues Leben. Die Bibel)

Und dabei bleibt es nicht. Aus diesem 'neuen Menschen' folgen die Taten, die Erkenntnisse, die Freiheit. Es sind Folgen der Beziehung zu Jesus.
Genau wie Jesus keine Taten ohne Gott vollbrachte, so vollbringt auch Paulus nichts ohne mit ihm in einer engen Beziehung zu sein.

Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat. 8 Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe 9 und mit ihm eins werde. Ich verlasse mich nicht mehr auf mich selbst3 oder auf meine Fähigkeit, Gottes Gesetz zu befolgen, sondern ich vertraue auf Christus, der mich rettet. Denn nur durch den Glauben werden wir vor Gott gerecht gesprochen. 10 Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, 11 damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde! – Philipper 3, 7-11 (Neues Leben. Die Bibel)

Wir sind in allererster Instanz dazu berufen, Beziehung mit Gott zu haben. Und Jesus hat diesen Weg für uns freigemacht. Durch seinen Heiligen Geist, durch sein Vorbild, durch sein Opfer am Kreuz. All das führt zuerst in Gottes liebende Arme, und erst dann zur Tat.