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15. Mai 2019

#104
Unser Fokus und Gottes Versorgung

von Sascha Gonzales

15. Mai 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Unser Fokus und Gottes Versorgung

Am kommenden Freitag erscheint die nächste Episode meines Podcast Formats 'Für deinen Glauben'. Dieses Mal liegt mein Augenmerk auf der Geschichte des Gelähmten, der von seinen Freunden zu Jesus gebracht wird –– durch's Dach!

Es dauerte nicht lange, da war das Haus, in dem er [Jesus] wohnte, von Besuchern überfüllt, sodass kein Einziger mehr Platz hatte, nicht einmal draußen vor der Tür. Und er verkündete ihnen Gottes Wort. Da kamen vier Männer, die einen Gelähmten auf einer Matte trugen. Es gelang ihnen nicht, durch die Menge zu Jesus vorzudringen, deshalb deckten sie das Dach über ihm ab. Dann ließen sie durch die Öffnung den Kranken auf seiner Matte hinunter. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: »Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.« Doch einige Schriftgelehrte, die dabeisaßen, dachten: »Wie kann er so etwas sagen? Das ist doch Gotteslästerung! Nur Gott allein kann Sünden vergeben!« Jesus wusste, was in ihnen vorging, und sagte: »Warum macht ihr euch in euren Herzen solche Gedanken? – Markus 2, 2-8 (Neues Leben. Die Bibel)

Ich möchte hier ein wenig vorweg greifen, worüber ich am Freitag mit euch sprechen möchte: Fokus.

Meine Frau und ich haben vor einigen Wochen ein gebrauchtes Auto gekauft. Da weder ich, noch sie in irgendeiner Form die Expertise besitzen, so ein Auto auf Mängel zu prüfen, entschieden wir uns, nur bei jemandem zu kaufen, dem wir vertrauen –– der glaubwürdig auf uns wirkt. So geschehen, fanden wir jemanden und kauften sein Auto.
Nach einigen Tagen, auf der Fahrt zu meiner Familie, fing der Wagen an deutlich lauter zu klingen und nach einiger Recherche kamen wir auf den Auspuff. Lirum Larum Löffelstiel, der Krümmer (?) ist kaputt und muss ausgetauscht werden.

Mir geht es hier nicht darum, dass wir betrogen wurden, denn ich denke, das konnte keiner ahnen. Mir geht es um den Fokus.
Als wir bei meiner Familie waren, schenkte uns meine Oma aus heiterem Nichts eine große Summe Geld, und meinte, wir könnten das besser gebrauchen als sie. Nun stellte sich heraus, dass sie uns, ohne es zu ahnen, beinahe genau die Summe geschenkt hatte, die die Reparatur kosten wird. Ich erzählte dies meiner Mutter und sie erzählte es meiner Oma und meine Oma war..... voller Freude darüber?!

Meine Frau Claire war über die hohen Kosten eher nicht begeistert, und klar, ich war es auch nicht, aber ich bin glücklich über die Versorgung durch Gott und darüber, dass ich es erleben durfte, dass Gott die Großzügigkeit meiner Oma nutzen wollte. Genau das soll hier MEIN Fokus sein. Nicht die Mühen und die Kosten, sondern sein Zuspruch und seine Treue. Und ich finde, meine Oma kann uns in dieser Geschichte so viel beibringen. SIE war es doch, die den Defekt bezahlt hatte, nicht wir. Und doch lag unser Fokus auf den Kosten, während ihr Fokus auf dem Göttlichen; auf der 'übernatürlichen Begebenheit'; auf Gottes Wirken lag.

"Aber Sascha, was hat das mit dieser Bibelstelle zu tun und vor allem mit deinem Podcast?" – eine gute Frage.
Ich möchte mich mit euch auf das konzentrieren, worauf sich Jesus hier in dieser Geschichte fokussiert. Er könnte sich über die Unterbrechung beschweren, die schlechten Manieren, das Vordrängeln – denn schließlich wollen doch alle zu Jesus. Er könnte sich darauf stürzen, dass die Pharisäer ihn kritisieren und als Gotteslästerer abstempeln. Aber das macht er nicht. Jesus sieht den Glauben dieser Männer und darauf liegt sein Fokus. Und diesen Fokus wünsche ich mir und dir so sehr, weil wir ihn in dieser Welt so sehr brauchen.

Es ist so leicht auf das Geld zu schauen, welches wir nun nicht mehr haben. Auf die Tatsache, dass das Auto nach einigen Tagen bereits defekt war. Was könnte man alles mit dem Geld machen? Aber Gott hatte für diese Gabe bereits eine Bestimmung: Er wollte uns segnen, weil er wusste, dass wir dieses Geld nutzen werden, um unser Auto zu reparieren.
Und warum wollte Gott unser Auto reparieren? Das weiß ich nicht zu 100%, aber ich weiß, dass er uns mit Sicherheit zeigen wollte, dass er uns versorgt und treu darin ist. So, wie er mir das einst Ende 2016 persönlich zugesagt hatte und so, wie er es auch jedem einzelnen zugesagt hat –– durch sein Wort –– durch die Bibel.