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07. November 2018

#81
22 Monate später

von Sascha Gonzales

07. November 2018
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


22 Monate später

Mir liegt es heute auf dem Herzen, mit euch über den Stand dieses Projektes hier zu sprechen. Als wir vor knapp 22 Monaten begannen wöchentlich für euch zu schreiben, waren nur meine Frau Claire und ich an Board und seitdem hat sich viel bewegt.

Der Ursprung:
keineinsamerbaum.org ist weitaus älter als diese 22 Monate, in denen wir öffentlich unseren Glauben an Jesus Christus teilen. Registriert hatte ich diese Domain Ende 2013, nachdem ich mein erstes Album 'The Season's Loneliest Tree' veröffentlicht hatte. Ich wusste damals noch nicht genau, was dieser durchaus seltsame Name einmal bringen würde, doch mir war eines klar: Es wird etwas daraus entstehen.
Zum damaligen Zeitpunkt drehte sich bei mir vieles um meine Einsamkeit und das Gefühl nirgendwo und doch überall zu sein. Das kennt ihr vielleicht. Mein Album hieß nicht umsonst so. Ich fühlte mich wirklich wie ein einsamer Baum, ohne Wurzeln, ohne Anschluss zu frischem Wasser und nahrhafter Erde.

Meine Vision zu Beginn:
Claire konnte zu Beginn dieses Projektes überhaupt nichts damit anfangen. Und das habe ich mir auf meinen eigenen Deckel zu schreiben, weil ich es so oft verpasste, sie mit hinein zu nehmen und mehr von mir und meiner Motivation zu teilen.
Ich wusste bereits Anfang 2017, dass dieses Projekt ein Schritt auf meinem Weg zu meiner Berufung war und es zu einem Großteil darum gehen sollte, Menschen aus der Einsamkeit zu führen. Mir war allerdings überhaupt nicht klar, wie das geschehen sollte, denn ich war – und bin es immer noch zu einem zu großen Stück – ein Angsthase, der sich nicht traute, wirklich zu wirken.
Also wurde unsere Vision schwammig. Unsere Umsetzung immer entfernter von dem, was ich im Sinn hatte als es losging. Alles, was ich wusste und sagen konnte, war: Ich wollte dem Leben der Menschen mehr Bedeutung geben – durch Jesus.

Der Lauf der Zeit:
Nach und nach begann ich zu realisieren, dass ich viele, gute Ideen hatte, aber nichts davon umsetzte. Ich arbeitete dieses Projekt teilweise genauso ab, wie einen 40 Stunden Job im Supermarkt. Dabei sollte es doch um so viel mehr gehen..
Ich hatte so viel mit mir und meinen Veränderungen zu kämpfen, dass ich nicht in der Lage war, den nötigen Mut zu finden, wirklich etwas zu bewegen. Jedenfalls dachte ich das.
Im Laufe der Zeit schenkte uns Gott mehr und mehr Wegbegleiter, die eine ähnliche Sehnsucht hatten und das Bild dieses Projektes wurde immer klarer: Leben Bedeutung geben war zu weit weg von dem, was wirklich hier für uns vorbestimmt ist.

Heute:
Meine Vision vom Leben allgemein hat sich in den letzten 2 Jahren so drastisch verändert und ich kann ehrlich sagen, dass keine Woche in den letzten 5 Jahren so war, wie die vorherige. Wie kann also ein Projekt, welches vom Leben seiner Autoren und Mitarbeiter lebt, gleich bleiben? Gar nicht.
Mir ist klar geworden, dass mein Herz für 2 Dinge brennt: a) Menschen in Beziehung mit dem Heiligen Geist zu bringen und b) Orientierung und Inspiration für ein Leben mit Jesus zu spenden. Beides lässt sich perfekt vereinen und ich kann, glaube ich, behaupten, dass Zweiteres für jeden von uns hier gilt. Wir wünschen dir, dass du dein Leben Jesus hinlegst und der Nachfolge – hin zu ihm – widmest.
Wie kann ich dies nun formulieren, damit wir alle auf dem gleichen Nenner sind? Nun, genau dort stehe ich zur Zeit: Wie lautet unsere Vision in einem knackigen Satz? Wie lautet das Motto dieses Projektes? Wie wollen wir uns vor dir präsentieren?

Ausblicke:
Ich bin noch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen und ich werde mich auch nicht hetzen. Wenn die Zeit reif ist, wird etwas passieren. Bis dahin bitte ich euch, uns zu prüfen und zu hinterfragen, wenn ihr den Eindruck habt, dass wir uns verlaufen. Gleichzeitig danke ich euch für die zahlreichen Ermutigungen und Worte der Liebe für unsere Arbeit für Jesus. Zu hören, dass jemand durch unseren Dienst eine Beziehung zu Jesus verfolgt, ist sagenhaft und unbeschreiblich schön. Bitte, bitte, bitte kommuniziert weiterhin mit uns und lasst uns an eurem Glauben teilhaben.