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17. Oktober 2018

#78
Verantwortung für andere

von Sascha Gonzales

17. Oktober 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Verantwortung für andere

Wir leben in einer Zeit der Orientierungslosigkeit. Viele Menschen – und da schließe ich mich teilweise mit ein – sind auf einer tagtäglichen Suche nach ihrer Berufung und Gottes Plan für sie; oder wie andere es vielleicht nennen würden: Der Sinn des Lebens.

Im Gegensatz zu Menschen, die nichts mit Gott am Hut haben wollen, suchen wir Christen unsere Berufung und unseren Sinn im Leben bei Jesus. Wir wissen aus der Bibel, dass Jesus der Weg zum Vater ist und somit auch der Weg zu unserer Berufung? Niemand weiß besser, was für unser Leben am besten ist als der Schöpfer selbst. Er hat uns geschaffen und erdacht. Wer sonst könnte es wissen, wenn nicht er?

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. – Johannes 14, 6 (Lutherbibel 2017)

Ich glaube daran, dass Gott uns – wenn wir ihn lassen – immer näher und näher in unsere Berufung hereinführen wird. Ich glaube daran, dass er das treu tut und tun wird, bis wir am Ziel sind.

[..] und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. – Philipper 1, 6 (Lutherbibel 2017)

So habe ich Gott persönlich erlebt und in diesem Vertrauen möchte ich leben: Gott ist gut und er ist an meiner Seite – auch wenn es manchmal nicht so wirkt.
Ich habe mal in einem sehr inspirierenden Buch einen Satz gelesen, der sich ganz stark in meinen Entscheidungen und auf meinem Weg manifestiert hat: "Vertrauen ist für die Dunkelheit gemacht." Wenn ich immer sehe, wohin Gott mit mir will, dann brauche ich kein Vertrauen. Wenn ich meinen Glauben nur davon abhängig mache, was Gott für mich getan hat und für mich tut, dann brauche ich kein Vertrauen. Dann lebe ich aus meiner Erfahrung – und das ist nicht in seinem Sinn.

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. – Hebräer 10, 35 (Lutherbibel 2017)

Wenn wir lernen, dass Gott auf unserer Seite ist und den Weg bis zum Ende mit uns geht, dann wird sich unser Leben verändern. Dann können wir besser die Rolle einnehmen, die Er für uns vorgesehen hat. Und genau das müssen wir heutzutage mehr denn je, denn wir müssen Orientierung bieten für die Menschen in unserem Umfeld, die bislang verloren sind. Wir müssen Vorbilder sein. Für alle.

Ich kenne so viele Menschen, die das nicht verstehen. Sie sagen, dass nur Jesus Orientierung bieten kann – und das nimmt sie schön aus der Verantwortung. Es ist viel bequemer alles auf Jesus zu schieben als selbst an sich arbeiten zu müssen. Wenn wir uns schon Christen und Nachfolger Christi nennen, müssen wir dann nicht umso mehr Vorbild sein für die Menschen, die uns wahrnehmen?

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. – Matthäus 5, 13-16 (Lutherbibel 2017)

Gottes Wort selbst sagt, wir sollen Licht und Salz sein. Und wir sollen mit diesem Licht scheinen und es nicht verstecken.
Ja, Jesus ist derjenige, dem wir und andere nachfolgen sollen, aber glaube mir – oder zumindest der Bibel: DU kannst einen entscheidenen Teil dazu beitragen, dass Menschen zu Jesus finden und merken, dass Christen wirklich anders sind.
Mach es dir klar bewusst: Du repräsentierst Jesus durch deine Taten und dein Leben. Wenn Menschen in deinem Umfeld denken, dass Jesus langweilig oder unlebendig ist, dann liegt es vielleicht auch an dir. An Jesus liegt es zumindest nicht.