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10. Oktober 2018

#77
Gottes Gaben

von Sascha Gonzales

10. Oktober 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Gottes Gaben

Jeder von uns ist auf seine ganz persönliche Art und Weise perfekt erdacht worden. In Gottes Schöpfung gibt eine keine Fehler. Was wir wiederum aus unserem Potenzial machen, mal außen vor gestellt.
Jeder von uns ist mit einem einzigartigen Mix aus Gaben und Talenten gesegnet worden und vor Gott sind all diese Salbungen und Geschenke gleich viel wert. Ob du nun als Pflegekraft oder als Manager eines großen Unternehmens arbeitest und deine Berufung darin erkannt hast, der Wert eurer Gabe ist gleichwertig. Und genau das vergessen wir so oft.

Mir fällt regelmäßig auf, dass Menschen ihr "Licht unter den Scheffel stellen". Oftmals sind es die öffentlichen Positionen und Gaben, die am meisten wertgeschätzt werden. So werden doch oft die sichtbaren Prediger oder Musiker, die Stars und Sternchen der Welt bewundert und nicht derjenige, der Menschen im Restaurant bedient oder die Straße fegt.
Ertappst nicht auch du dich genauso wie ich dabei, wie wir unseren Fokus und unsere Begeisterung auf dem Sichtbaren, dem Herausragenden, dem weltlich Populären haben? Ich denke selten an die begnadete Salbung eines Supermarkt-Kassierers, und doch könnte es sein, dass er viel dichter an seiner Berufung ist als der wortgewandte, charismatische Prediger, dessen Videos mich tagtäglich inspirieren. All das ist ein Missstand – ein Fehler in unserer Welt. Und wir Christen sind nicht viel besser.
Verehren nicht auch wir Menschen und machen sie in unserer "Szene" zu Stars? Geilen wir nicht auch Lobpreis-Musiker an und stellen erschrocken fest, dass wir damit völlig gegen das Laufen, was Gott sich in puncto Berufung ausgedacht hat?

Vielleicht trifft all dies auch nicht für dich zu. Dann freue dich darüber. Für mich trifft es allerdings zu. Ein Mensch in stiller, unauffälliger Berufung – und dabei ist es egal, welche Berufung er lebt, solange er sie lebt – ist dichter an Gott, als jemand, der berühmt und gefeiert ist und dabei vielleicht voll neben Gottes Plan für ihn lebt. Aber trotzdem "feiere" ich oft den sichtbaren, berühmten Menschen mehr, nur weil er eben auffälliger ist.
Gerade in unserer heutigen Zeit ist es umso wichtiger, dass wir uns an Römer 12, 2 halten:

Richtet euch nicht länger nach 'den Maßstäben' dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist. – Römer 12, 2 (Neue Genfer Übersetzung)

Dieser Vers ist kein netter Ratschlag für dein Leben – es ist eine Warnung an dich, mich und unsere Gemeinden. Wenn wir aufhören das echte, starke und strickte Evangelium zu predigen, werden wir Gott damit nicht dienen. Gott liebt dich, ja, aber das ist der Startpunkt und nicht das Ende deiner Reise. Seine Liebe sollte dein Fundament sein und nicht deine Couch.

Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. – Matthäus 5, 15 (Lutherbibel 2017)

Egal, welche Gaben und Talente Gott in dich gelegt hat, lass dir niemals von der Welt und den Lügen des Satan einreden, dass sie nichts wert sind und dass "alle anderen ja viel mehr können". Selbst wenn andere "mehr" können, oder sichtbarer für die Welt sind, heißt das noch lange nicht, dass du nicht ein essentieller Teil von Gottes Plan für diese Welt bist. Das bist du nämlich.