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12. September 2018

#73
Mein Leben
sei Lobpreis

von Sascha Gonzales

12. September 2018
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Mein Leben sei Lobpreis

Vieles in meinem momentanen Leben dreht sich um eine essentielle Frage: Wofür bin ich hier? Wofür hat Gott mich genau hier positioniert und befähigt? Was ist mein Dienst?

Als ich 20 war und meine damalige Freundin, mit der ich knapp 2 Jahre zusammen war, mich verließ, dachte ich mir: "Du wolltest doch schon immer Musik machen. Lern doch Gitarre spielen und erobere sie damit zurück!" – eine "glorreiche" Idee war das.
Nachdem ich dann schlussendlich mit einem Freund zum Gitarrenladen fuhr und er für mich eine aussuchte, begann ich von Tag 1 an wie ein Irrer zu üben und meine Lieblingssongs nachzuspielen. Nach und nach konnte man ein paar der Lieder erkennen und innerhalb der ersten 4 Wochen hatte ich bereits 2 eigene Lieder geschrieben – die natürlich beide von meinem Liebeskummer handelten.

Aber worauf will ich hier hinaus? Ich empfand diese Gabe der Musik nie als etwas besonderes, während ich sie an mir entdeckte. Innerhalb von 4 Wochen so gut Gitarre spielen zu können, dass ich eigene Lieder schrieb, war irgendwie "normal" – dachte ich jedenfalls.
Ich gewann meine Ex-Freundin natürlich nicht zurück, obwohl ich ihr – ganz im Stile eines hilflosen Jungen – spät abends Wonderwall vorspielte und ihr sagte, wie sehr ich sie liebte.
Nun gut, aus dieser fixen Idee, es für meine Ex-Freundin zu lernen, entstand die nächste Idee: Warum werde ich nicht super-duper berühmt und bekannt? Warum werde ich nicht Musiker?

Ich verfolgte diesen "Traum" mehrere Jahre – mal mehr und mal minder erfolgreich. Aber es ging immer voran. Die Läden wurde größer, die CD Verkäufe gingen hoch, die Musik wurde facettenreicher, meine Stimme entwickelte sich weiter und ich wurde immer.. ja.. was wurde ich eigentlich? Unglücklicher? Ja, ich denke, das könnte man so sagen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich lernte während meiner "Ich beweise allen, wie talentiert und toll ich bin!"-Phase Gott kennen und er zeigte mir, dass es nur meine Unsicherheit war, die meinen Ehrgeiz befeuerte und so hing ich die freudenlose, egozentrische Musikkarriere an den Nagel: Für Gott, für mich.

Nun, 2 Jahre sind seitdem vergangen und ich spüre gerade etwas in mir aufkommen. Eine Hingabe, ein Verlangen, eine Berufung meine Gaben und Talente nicht länger zu verstecken und gleichzeitig nicht wieder in alte Marotten zu verfallen.
Mir war es immer unangenehm, dass es um mich gehen musste und so war es nur der logische Schritt zu sagen: Jetzt geht hier gar nichts mehr um mich. Ich zeige mich gar nicht mehr! Aber so funktioniert das nicht.
Nur weil ich meine Gabe falsch einsetze, heißt das nicht, dass Gott sie nicht mehr nutzen möchte. Und ich spüre gerade, dass er sie ab sofort, jetzt und hier, für sich zu Ehren wiederbelebt hat. Ich brenne wieder, wenn man das so sagen will.

"Schuld" daran ist unter anderem ein Buch, welches mir Gott zukommen ließ: Keith Green, Kompromisslos. Seit ich es im Urlaub innerhalb von 5 Tagen verschlungen habe, ist wirklich so viel in mir erwacht. So viele Erkenntnisse und Wahrheiten durfte ich durch dieses Buch ganz neu vor Gott bringen und bestätigen lassen. Gott will mich nutzen und ich will in seinen Dienst treten. Und genau deswegen bin ich so aufgeregt, dass am 5. Oktober meine erste EP seit 3 Jahren erscheinen wird und den Titel "Living God" trägt.

Dinge geraten in Bewegung: Erweckung kommt näher.