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06. Juni 2018

#68
Gottes Plan

von Sascha Gonzales

06. Juni 2018
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Gottes Plan

Im Laufe meines Lebens ist mir eines immer häufig zu Ohren gekommen: "Am Anfang fand ich dich echt scheiße. Du wirktest so derbe unsympathisch und abgehoben. Aber jetzt, na ja, jetzt mag ich dich. Aber nur, weil ich dich kennengelernt habe."

Ich schaue mich manchmal länger im Spiegel an und versuche zu reflektieren, warum Menschen mich beim ersten Eindruck meist unsympathisch und abgehoben wahrnehmen. Liegt es an meiner gerunzelten Stirn, die ich stets beim Nachdenken und Beobachten trage? Ist es meine Körperhaltung – wie auch immer diese zu sein vermag – oder meine ehrliche, direkte Art? Spüren Menschen, dass es für mich nur von zweitrangiger Bedeutung ist, ob sie mich mögen oder nicht? Ich weiß es nicht. Du vielleicht?

Ich mag Menschen – ganz ehrlich. Fast alle. Gott gibt mir oft die Gelegenheit einen sehr guten, tiefen Draht voller Respekt und Offenheit zu Menschen aufzubauen, wenn sie es zulassen. Es wurden Leiterschaft und Offenheit, Mitgefühl und Stärke in mich gelegt und ich möchte diese Eigenschaften nutzen, um Menschen zu Gott zu führen.

Es verblüfft mich immer, wenn es gewissen Personen gelingt, viele Menschen anzuführen und zu begeistern. Sie mit auf eine Reise zu nehmen oder zu Veranstaltungen zu bewegen – mir war dies selten vergönnt.
Schon zu Zeiten als Musiker fiel es mir deutlicher schwerer als anderen, Publikum zu generieren und anzulocken. Mir schien es immer so, als wären Menschen einfach nicht von meiner Gestalt angezogen. Und ich meine das nicht in puncto Aussehen oder Attraktivität, sondern wirklich vom Standpunkt der Wahrnehmung. Waren die Leute dann einmal da, gefiel es ihnen und sie kamen gerne wieder. Andere hatten trotzdem – und haben immer noch – eine Gabe, Menschen zu sich zu "locken". Ist das eine "hirtliche" Salbung, die mir da fehlt?

Ich gebe zu – ich bin kein Hirte. Ich strebe in erster Linie nach Gottes Wort und will dafür leben, dass Sein Reich wirklich über uns kommt. Ich will die Tristess und die Zweifel, welche in der christlichen Welt immer noch zu sehr herrschen, mit Gottes Hilfe vertreiben und ein Zeugnis dafür sein, wie lebendig und spannend, furchtlos und gut Gott wirklich ist. Wie es uns hilft, wenn wir unsere irdische Kontrolle ablegen und Ihn "mal machen lassen".
Immerhin kennt Gott uns besser als wir selbst.

Ich möchte euch diese Woche dazu ermutigen euch selbst zu erkunden und Gott Fragen über euch zu stellen. Ergründet Eigenschaften und Fähigkeiten, die Gott in euch gelegt hat. Sucht die Antworten auf die Frage, warum es gewisse Dinge gibt, die anderen leichter fallen oder euch überhaupt nicht liegen. Erkundet eure Gaben und seid neugierig, warum ihr so seid, wie ihr nun mal seid. Dahinter steckt der Plan Gottes!