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25. April 2018

#62
Geist
und Wahrheit

von Sascha Gonzales

25. April 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Geist und Wahrheit

Ich möchte euch heute von einer Stelle der Bibel erzählen, die mir seit einigen Wochen auf Schritt und Tritt folgt. Besonders "aufdringlich" wird sie, wenn ich in der Gemeinde diene.

Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. – Johannes 4, 23-24 (Lutherbibel)

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als im Geist und in der Wahrheit meiner Gemeinde und Stadt zu dienen. Sei es beim Lobpreis, im Gebet, im Gespräch oder in der Leitung. Ich glaube, genau das wünscht sich Gott von uns, wenn er sagt:

Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: – 1. Petrus 4, 10 (Lutherbibel)

Wie sonst könnte ich mit meinen Gaben dienen, wenn sie doch ihren Ursprung im Heiligen Geist Gottes finden? Ich kann doch meine Berufung und meine Salbungen nicht erkennen und ausleben, wenn ich den Heiligen Geist nicht kennenlerne.

Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen. Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist. Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will. – 1. Korinther 12, 1-11 (Lutherbibel)

Nun, aber wie gelingt es uns denn im Geist und in der Wahrheit zu dienen? Ist es eine Entscheidung? Müssen wir von unseren Wegen, die wir bereits gehen, umkehren und ganz neu Gottes Geist an uns heranlassen?
Ich habe in den letzten Wochen eine Antwort (für mich) erhalten: Es war mein Wunsch und meine Sehnsucht meine Gemeinde durch meinen Lobpreis näher an Gott und in seinen Geist zu bringen. Und Er lies mich erkennen, warum ich das bis dato nicht geschafft hatte. Stück für Stück eröffnete Er mir die Wahrheit über Lobpreis und Anbetung. Und dann? Dann hing es von meiner Entscheidung ab. Gehe ich den Weg mit ihm, oder nicht? Er hat die Bahn geebnet, er hat mir Gnade erwiesen und mich erkennen lassen, und er hat diese Sehnsucht nach Anbetung und nach göttlicher, himmlischer Atmosphäre auf Erden in mein Herz gelegt. Und gleichzeitig hat er mir das Werkzeug gegeben, die Salbungen in mich gelegt, die nötig sind, um es anzupacken.
Doch ich kann mich immer noch dagegen entscheiden und so weitermachen, wie bisher. Oder ich erneuere meinen Horizont und gehe den Weg, den er mir bereitet hat.

Ich bin in meinen Leben schon oft an Punkte gekommen, an denen ich aus eigener Kraft nicht weiterkam. Meine Gemeinde in den Geist führen zu wollen, ist genau so einer. Ich, aus mir heraus, kann das nicht. Ich kann es nur, wenn Gott mir die Gnade erweist und mich als sein Werkzeug nutzen möchte.
Doch schon so oft bin ich eben nicht auf dem Weg geblieben, der mir gegeben wurde, sondern habe etwas anderes aus eigener Kraft versucht – und es führte stets zu nichts, was blieb und Frucht brachte.
Ich möchte dich ermutigen, deine von Gott geebneten Wege zu verfolgen und ihm (manchmal auch einfach) blind zu vertrauen. Wir reden hier von Gott – da lohnt sich das Vertrauen!

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. – Hebräer 10, 35 (Lutherbibel)