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14. Februar 2018

#52
Neue Musik,
alte Berufung

von Sascha Gonzales

14. Februar 2018
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Neue Musik, alte Berufung

Vor diesem Tag habe ich mich seit Monaten gefürchtet – und selbst, während ich das hier schreibe, schaudert es mir über den gesamten Körper. JA, ich werde neue Musik veröffentlichen.

Im ersten Moment fühlte es sich an, wie ein Schritt zurück – in die falsche Richtung. "Ist es das nicht auch?""Nein.""Oder?""Nein.""Sicher nicht?"
Mir geht es seit ungefähr 3 Monaten so. Hin und her gerissen zwischen meinem Versteckspiel, vorgetäuschtem Abgelenkt-sein und meiner Berufung sichtbar und hörbar zu sein.

Ich weiß nicht, ob ich euch das jemals erzählt habe, aber ich konnte bis ich 18 war keine Note treffen. Meine Stimme klang so furchtbar und krächzig. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es vor 10 Minuten passiert: Ich stand unter der Dusche und mein Herz rief den Wunsch aus: "Gott, wie gerne würde ich singen können.."
Das war die Zeit, in der ich anfing Coldplay zu hören. Ich war obsessiv mit dieser Band. Ich lernte sämtliche Texte und Lieder auswendig. Mich hatte Musik vorher noch nie so berührt, wie diese Band es tat. Ich weinte regelmäßig. Diese Musik erinnerte mich daran, dass ich einsam, verloren und ohne Zukunft war, während ich meinen Tag zwischen Computerspielen, oberflächlichen Freundschaften und ermüdenden Schulbesuchen verbrachte.
So stand ich also unter der Dusche, hörte Coldplay Songs, sang lautstark mit und mein Herz wünschte sich, singen zu können.

Ohne Gott persönlich zu kennen, erfüllte er mir meinen Wunsch und platzierte mich. Es war und ist ein Teil meiner Berufung für dieses Leben hier auf Erden – warum sonst, sollte er mich damit segnet? "Glorifiziere meinen Namen durch deine Stimme. Ich habe sie dir gegeben. Lass es alle wissen!"

Nun, knapp 2 1/2 Jahre nachdem mein zweites, und bislang letztes, Album herauskam, ist es Mitte April wieder so weit. Es fühlt sich merkwürdig an, weil all mein Ehrgeiz auf Erfolg mit der Musik verflogen ist. Versteht mich nicht falsch, ich freue mich, wenn es euch gefällt und bewegt, aber in erster Linie habe ich diese EP für Gott kreiert.

Mehr zu den Songs der EP erfahrt ihr bald hier und auf unseren Social Media Kanälen (Instagram/Facebook).