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27. September 2017

#35
Männer-Abenteuer

von Sascha Gonzales

27. September 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Männer-Abenteuer

Zu allererst einmal: Unser Männer-Abenteuer vergangenen Samstag war - wie schon beim ersten Mal - wirklich, wirklich schön und bereichernd für alle. Wir trafen uns wieder um 6 Uhr morgens am Rand von Halle und sind dann Richtung Brachwitzer Alpen aufgebrochen. Kurz bevor es so richtig in die Natur geht, gab’s die erste kleine Pause, wir haben den Heiligen Geist in unseren Tag eingeladen und probiert so viel wie möglich offenzulegen - besonders Aktuelles aus unserem Leben. Bei unserem ersten richtigen Stop auf einem der umliegenden Berge, haben wir dann diesmal auch ein kleines Erinnerungsfoto von uns allen gemacht. Was waren wir nicht für 5 tapfere, glückliche Recken:

Oh, warte, hast du dich verschrieben, Sascha? Absolut nicht. Seht ihr nicht diese 5 strahlenden Gesichter? Nein? Gut, Spaß beiseite. Wir waren nur zu zweit. „Oh, aber warum sprichst du dann von 5 tapferen Recken, Sascha?“ - Weil wir bis 2 Tage vor dem Abenteuer noch eine 5er Truppe waren. Leider sagten 3 von uns innerhalb von 48 Stunden ab - einer sogar um 3:53 Uhr. — Wie bitte? Ja, genau. 3:53 Uhr. 2 Stunden bevor es losging.
Aber! Obwohl ich ziemlich angeknirscht darüber war, dass wir anscheinend keinerlei Verbindlichkeit mehr pflegen, offenbarte mir Gott doch ziemlich schnell, dass hier nicht Wut auf die Menschen angebracht war, sondern Wut auf den Teufel; auf den Verführer und Ablenker. Aber warum das?

Nach der ersten Absage wunderte ich mich beinahe überhaupt nicht. Sowas ist immer irgendwie absehbar - leider. Trotzdem war ich noch recht unverblümt dabei und verschwendete - ganz zu meinem Fehler - keinen Gedanken an mögliche Angriffe im geistigen Raum. Bei der zweiten Absage war mir dann schon nicht mehr so entspannt zumute. Was war denn auf einmal los?

Erst einmal vorweg: Der Teufel hat keine Macht. Er kann nur ausnutzen, was wir ihm geben. Geben wir ihm also unsere Herrschaft im Fleische, kann er diese gegen uns nutzen. Herrscht der Geist, also Gott, bieten wir ihm hier schon mal keine Angriffsfläche. So viel als Beispiel - ich hoffe ihr versteht, was ich damit meine.
Mir ist hier eine Sache ganz glasklar geworden - und das habe ich unterschätzt: Wo Menschen, oder in diesem Falle Männer, zusammenfinden wollen, um dem Heiligen Geist den ganzen Raum zu schenken und in ihre Berufung als Mann hereinzuwachsen - zu hören, was Gottes Plan für jeden einzelnen von uns ist - genau dort wird der Verführer alles daran setzen, diese Menschen davon abzuhalten zu kommen. Und das habe ich unterschätzt!

Ich glaube, und weiß, dass wir in einem geistlichen Konflikt stehen. Wir sollen verführt und abgelenkt werden; sollen uns von Gott entfernen, damit der Teufel an Macht in unserem Leben gewinnen kann. Mit Gott als Herrscher über unser Leben hat der Ankläger keine Macht, keine Chance überhaupt Einfluss zu nehmen. Und genau dort habe ich als Leiter, als Initiator versagt.
Gott sagte zu mir: Sammle die Männer in deiner Stadt und wachst gemeinsam Richtung Himmel. Und das will und wollte ich. Doch ahnte ich - oder sah ich nicht - dass genau dort, wo etwas wirklich Essentielles passieren kann und wird, das Interesse des Teufels am größten ist, dies zu verhindern.
So war ich umso mehr überrascht, als der Heilige Geist mir offenbarte, dass mein Abenteuer unter Angriff stand. Und das sogar mit Erfolg. Es wundert mich also gar nicht, dass ich 3 Absagen innerhalb von 48 Stunden erleben musste - immer gepaart mit eher fadenscheinigen Entschuldigungen und dem Eindruck, dass sie eine Lüge glaubten. Sei es der volle Terminkalender am Wochenende, in dem man Prioritäten setzen müsse, der Wunsch nach einem warmen, bequemen Wochenende im Bett, weil man 2 Stunden vorher feststellen musste, dass man die Wanderung aufgrund von noch nicht auskurierter Erkältung nicht schaffe, oder dass man nur Ballast sei für die Gruppe. Egal was es ist - diese Gründe waren gut genug.

Ich habe durch dieses Abenteuer am vergangen Samstag viel mehr gelernt, als ich am Morgen selbst noch geahnt hätte. Die Zeit war intensiv, ehrlich und verändernd. Und ich habe gelernt, dass ich diesen geistigen Kampf viel ernster nehmen muss - auch zum Wohl meiner mir anvertrauten Männer. Und zu guter letzt, durfte ich spüren, dass mein Dienst für das Reich Gottes wichtig und richtig ist. Das hat mir Gott nochmal deutlich gezeigt.