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16. August 2017

#30
Richtung Himmel

von Sascha Gonzales

16. August 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Richtung Himmel

Das ist jetzt die zweite Version meiner dieswöchigen Kolumne. Ich wollte eigentlich heute mit euch über diesen Vers sprechen:

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. – Matthäus 6, 10

Ich wünsche mir, dass wir uns alle mehr zum Himmel ausstrecken und danach, dass sein Reich komme - und zwar auch hier und jetzt. Mir fehlt oft dieser Himmel auf Erden, weil mir die Freude und die Fülle des Herrn an vielen Orten fehlt, die doch eigentlich von seiner Herrlichkeit strahlen sollten. Sei das meine eigene Gemeinde, in der ich oft das Gefühl habe, dass unsere fleischlichen Ängste regieren und wir alles in unseren irdischen, kontrollierbaren Händen behalten wollen, oder einfach nur hier bei mir selbst. Wie oft denke ich, dass sei weise und habe den nötigen Verstand, um das hier alles auf den rechten Weg zu führen. Mir ist heute aufgefallen, dass ich mich noch viel mehr nach Seinem Reich ausstrecken möchte - und ich wünsche mir, ja, ich werde sogar dafür kämpfen, wenn die Zeit kommen wird, dass wir alle verstehen, dass wir zuerst auf Gottes Willen schauen müssen und dann auf uns. Letzte Woche hatte ich darüber geschrieben, dass wir nicht versuchen sollten, alles mit unserem Verstand regeln und lösen zu wollen. Das hier war der dazu passende Bibelvers:

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken. – Sprüche 3, 5-8

Meine erste Kolumne war - zugegeben - sehr rau. Sehr laut und unbequem. Sehr ehrlich, aber eben auch sehr hart. Und gerade, als ich Lobpreis hörte, und ein Lied kam, welches einfach nur von der Schönheit Gottes sang, und der Einfachheit, in der Gott uns schon berühren und verändern kann, spürte ich, dass meine erste Version nicht die richtige ist; nicht die Version der Geschichte, die ihr lesen sollt. Gott liebt den Frieden und die Einfachheit im Leben seiner Kinder. Gott ist nicht kompliziert. Gott ist nicht anstrengend. Gott ist gut und für jeden greifbar. Wir brauchen keinen überdurchschnittlich hohen IQ oder einen Doktor in Raketenwissenschaften - wir brauchen nur unser Herz und unseren Willen Jesus als den anzuerkennen, der er ist: Der Erlöser. Der, der uns den Weg zum Vater ebnen wollte und es getan hat. Der, der treu ist und immer für uns da sein wird. Gott ist gut, und daran wurde ich gerade erinnert, als ich dieses Lied hörte. Deswegen, lasst mich einfach das Lied mit euch teilen und uns wünschen, dass wir lernen und erfahren dürfen, wie es ist, wenn wir unsere Blickrichtung ganz und gar auf den Himmel ausrichten. Da ist die Freude in Fülle und Wonne zu seiner Rechten - immer!