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09. August 2017

#29
Fenchel

von Sascha Gonzales

09. August 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Fenchel

Ich muss, glaube ich, diese Überschrift etwas genauer erklären.

Seit ungefähr 6 Wochen habe ich an meinem rechten Auge ein Gerstenkorn - besser gesagt, 2 Gerstenkörner. Eins drinnen, eins draußen. Ich war mehrmals beim Augenarzt, bekam 3 verschiedene Salben verschrieben und was passierte? Wenig bis gar nichts.
Aber, Sascha, warum schreibst du uns das?

Eine gute Frage. Als ich das erste Mal bei der Augenärztin war, riet sie mir dazu, mein Auge mit Fenchel einzureiben. Quasi als „natürliche“ Unterstützung zur antibiotischen Salbe. Mir schien das zu der Zeit einfach nur aufwendig und unnötig und so verließ ich mich auf die Heilung der Salbe.
Ganz zu meinem Erstaunen, hatte ich aber diesen merkwürdigen Eindruck, dass Fenchel die Lösung für mein Problem war und nicht die Salben. Was tat ich also? Ich nahm die Salbe und vergaß den Fenchel.
Dieses „Gefühl“, ich sollte den Fenchel nehmen, ließ allerdings nicht nach - und ganz zu meinem Erstaunen - das Gerstenkorn auch nicht!

Als ich das zweite Mal beim Augenarzt war und sie mir eine stärke Salbe verschrieb, kam in mir wieder dieser Eindruck hervor, ich solle Fenchel benutzen. Und was tat ich? Ich nahm die Salbe und vergaß den Fenchel.

So ging es weiter: Mein dritter Besuch und meine dritte Salbe; und mein dritter Verzicht auf Fenchel. Als dann wieder 2 Wochen ins Land zogen und sich nichts tat, und ich diesmal einen OP Termin bekam, um die Gerstenkörner manuell zu entfernen, dachte ich mal wieder an meinen Eindruck: Fenchel.
Auf dem Rückweg vom Arzt ging ich also in der Apotheke vorbei und kaufte mir puren, apothekengeprüften, deutlich zu teuren Fenchel Tee und fing an meine Gerstenkörner ein paar Mal am Tag mit Wattestäbchen und konzentriertem Fenchel Tee zu behandeln.
Schon nach 3 Tagen konnten wir deutlich beobachten, wie das äußere Gerstenkorn abklang und kleiner wurde. Das innere brauchte etwas länger und fängt mittlerweile auch an kleiner zu werden. Aber was will ich euch denn nun hier mit erzählen?

Wenn ich von Eindrücken spreche, rede ich meist von Gottes Ratschlägen an mich. Fenchel zu verwenden war so ein Ratschlag, den ich gekonnt ignorierte, weil ich dachte, die menschliche, pharmazeutische Lösung wäre die bessere; die schnellere. Und obwohl ich für Heilung gebetet hatte, erkannte ich auf merkwürdige Weise nicht seine Hilfe. Ich unterschätze die heilsamen Kräfte der Natur; jener Natur, die Gott erschuf, um uns zu unterstützen und um uns auch als Heilmittel zu dienen.
Mehrere Male ignorierte ich Gottes Hilfe und seinen Lösungsvorschlag, um immer wieder an den Punkt zu kommen, dass keine der Salben half. Mehrere Male war meine Faulheit und mein Misstrauen - meine Skepsis - ja, mein menschlicher Verstand im Weg für Gottes Wirken und meine Heilung.

Ich dachte mir, ich teile diese Geschichte mal mit euch. Ihr könnt daraus schlussfolgern, was ihr möchtet. Für mich bleibt nach dieser Erfahrung aber erneut eines im Fokus: Gott wirkt überall. Preist den Herrn!

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken. – Sprüche 3, 5-8