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26. Juli 2017

#27
Zeugnis sein

von Sascha Gonzales

26. Juli 2017
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis sein

Wie ihr sicherlich schon festgestellt habt, liebe ich es, wenn Menschen von Gottes Wirken und Wundern in ihrem Leben berichten. Ich würde beinahe behaupten, das ist eine der inspirierensten Sachen, die ich mir vorstellen kann. Wir Menschen vergessen heutzutage so schnell, dass Gott immer noch jeden Tag am Wirken ist; Tag für Tag Wunder vollbringt und Menschen berührt. Ich hatte euch schon mal davon erzählt, dass ich schon öfter zu hören bekommen habe, dass „Gott ja damals in der Bibel so greifbar und nah war; man ihn so richtig hören und sehen konnte.“ - und das stimmt. Aber, ich glaube, dass Gott uns immer noch in den unterschiedlichsten Formen und Wegen erscheint, um uns zu begegnen. Der einzige Unterschied zu den Erzählungen aus der Bibel ist vielleicht, dass wir Ihn nicht mehr erkennen. Wir laufen gerne mit dem Gesicht in unserem Smartphone vertieft durch die Städte und selbst in der Natur überlegen wir größtenteils, wie wir diesen Ausblick hier am besten auf Instagram unseren Followern zeigen könnten. Und das ist nur ein Beispiel dafür, warum wir Gottes Wirken und Werke so oft übersehen oder gar verpassen: Wir sind abgelenkt.

Aber genug davon. Ich will euch heute einen Schritt weiter mitnehmen als noch beim letzten Mal, als ich euch über meine Liebe zu Zeugnissen berichten durfte.
Es ging mir damals vor allem darum, dass wir Gottes Wirken in unserem Leben sichtbar machen; anderen zugänglich. Wie, zum Beispiel, durch unsere Reihe "Unser Leben in Christus: Ein Zeugnis seiner Herrlichkeit - Staffel 1". Ganz unterschiedliche Menschen geben Einblick in ihre Erfahrungen und ihr Leben mit dem Herrn Jesus Christus. Und ich durfte selten so intensive und wunderbare Berichte über Gott lesen und mitempfinden. Und ich bin so froh darüber, dass wir am kommenden Freitag, den 28. Juli - also Übermorgen - mit der zweiten Staffel dieser Reihe starten dürfen!
Aber nochmal, dieser Schritt weiter: Ich habe, besonders in den letzten 4 Wochen, immer wieder gemerkt, dass wir oft mit unseren Worten und Wahrheiten Gottes auf taube Ohren stoßen; auf Desinteresse; aber auch auf Ignoranz und Hochmut. Oft neigte ich dann dazu, dass ich versuchte, Gottes Wahrheit durch Argumente und Intellekt anderen schmackhaft zu machen. Und das nicht aus Boshaftigkeit oder um es anderen zu beweisen - nein. Ich wünsche mir wirklich, dass jeder Gottes Wahrheiten im Leben erkennen darf und sich nach ihnen ausrichtet, um die wahre Form von Freude und Lebendigkeit im Angesicht Gottes zu erfahren.
Für mich war das ein harter Prozess: Ich diskutierte nämlich schon mein Leben lang so so gern mit anderen. Aber meist eben genau aus dem falschen Grund: Ich wollte recht haben. Doch diesmal schenkte mir Gott vor einigen Wochen die Erkenntnis, dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich reif genug sein sollte, um zu erkennen, dass es Zeit wird, sein Wirken und sein Segen in meinem Leben nicht nur mit Worten zu beschreiben, sondern noch einen Schritt weiter zu gehen: Sei Zeuge durch dein Sein. Durch die Frucht, die dein Leben hervorbringt.

Eigentlich teile ich ungern direkte Worte Gottes; Eindrücke Gottes für mich. Aber normalerweise habe ich auch nicht gerade Zettel und Stift in der Hand, um sie 1 zu 1 aufzuschreiben. Heute möchte ich das aber mal machen. Gott hat folgendes zu mir gesagt:

"Verändere die Welt dadurch, dass dein Glaube Frucht trägt. Nicht durch deinen Verstand oder deine Worte. Sei Vorbild durch das Zeugnis des Herrn in deinem Leben." – Gott, 23.07.17

.. und genau das möchte ich ab sofort tun. Weniger Worte, mehr Mut im Vertrauen auf Gottes Güte, Segen und Gnade.

Ihr sollt wissen: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. – Jakobus 1, 19