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19. Juli 2017

#26
Wie Gott uns sieht

von Sascha Gonzales

19. Juli 2017
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Wie Gott uns sieht

Ich hatte gerade die Freude und das Privileg den gesamten Abend mit zwei meiner besten Freunde zu verbringen. Wir hatten einen relativ ernsten Anlass uns zu treffen und es ist eine himmlische Gnade, dass Gott uns die Möglichkeit gibt, intensive und prägende Zeit miteinander verbringen zu dürfen.

Ich möchte euch heute von einem Eindruck erzählen, den ich heute beim Beten hatte: Gott sieht uns anders, als wir uns sehen. Gott sieht andere Menschen schon als fertige, prächtige Bauwerke, während wir noch - wenn überhaupt - die Baustelle betrachten.

Lasst uns genau da anfangen: Wir haben dafür gebetet, dass wir uns mit Gottes Augen sehen dürfen. Es ging konkret darum, dass wir etwas erwartet hatten von jemandem, und unser Fokus darauf lag, dass diese Erwartung und diese Entscheidung erst feststehen müsste, bevor wir uns für ihn entscheiden könnten. Der Zusammenhang reicht hoffentlich als Einblick in die Situation.
Für uns war es wichtig, dass unsere Prinzipien und unsere Erwartungen erst erfüllt werden, bevor wir zusammenfinden können. Doch Gott hat, nachdem wir ihn baten uns seine Sicht der Dinge zu offenbaren, da einen anderen Plan gehabt: Gott hat ihn schon erfüllt gesehen. Gott hat ihn schon als fertiges Bauwerk gesehen, während wir wollten, dass seine Baustelle fertiggestellt wird. Gott sah schon, was wir nicht sehen konnten.
Und plötzlich wurde aus unserer Erwartung eine Einladung an ihn. Das war so spannend. Im Nu drehten sich die Verhältnisse, weil Gott uns seinen Blick; seine Sicht auf die Situation - auf den Menschen - schenkte. Sein Geist der Wahrheit kam zu uns und wir durften seine Wahrheit erkennen - Halleluja!

Ich möchte euch.. - nein - ich möchte UNS alle heute darin erinnern, dass Gott uns mit anderen Augen betrachtet als wir. Wir sehen oft den Prozess - wenn überhaupt. Gott sieht das fertige Ergebnis. Und das oft, bevor wir überhaupt den Prozess erahnen. Ich möchte viel öfter dafür beten, dass Gott uns seine Sicht der Dinge schenkt. Einen Einblick gewährt in seine Wahrheit; wie er seine Töchter und Söhne sieht. Welche kostbare Meisterwerke sie alle sind. Ich möchte aufhören Forderungen zu stellen, und ganz im Gegenteil Einladungen aussprechen. Einladungen, die uns mitbauen lassen; ein Teil von Gottes Werk sein lassen, anstelle später einfach nur das fertige Bauwerk zu sehen. Ich will der Schönheit des Weges mehr Beachtung schenken und ihm ganz und gar vertrauen, dass er seine Werke auch vollendet, solange wir uns nach ihm ausstrecken.
Und ich sag’s nochmal: Halleluja!, gepriesen sei der Herr. Gepriesen sei seine Gnade und seine Erkenntnis. Seine Liebe und Geduld für uns.

[..] und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. – Philipper 1, 6