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19. April 2017

#15
Mein Gebet
für Unsicherheit

von Sascha Gonzales

19. April 2017
Lesedauer: 3 Minuten
Von Sascha Gonzales


Mein Gebet für Unsicherheit

Mich beschäftigt in den letzten Wochen immer und immer wieder ein bestimmtes Thema: Unsicherheit. Dabei geht es weniger um Unsicherheit in meine Person, oder meine Zukunft, sondern um meine Suche nach der Unsicherheit. Nach meinem Gebet nach Unsicherheit.

Das mag jetzt erst einmal bekloppt klingen: Warum sollte man für Unsicherheit im Leben beten? Sollten wir es nicht genau andersherum machen? Schenkt uns Gott nicht Sicherheit?
Das ist alles korrekt. Gott schenkt uns Sicherheit in ihm. Gott schenkt uns die Möglichkeit an ihn zu glauben und ihm unser volles Vertrauen zu schenken. Ich möchte mich gerade aber trotzdem in Unsicherheit begeben. Warum?

Wenn es uns auf Erden richtig gut und prächtig geht, dann werden wir bequem. Manche mehr, manche weniger. Wenn wir denken, dass wir etwas wissen, wenn wir denken, etwas ist wahr, dann zweifeln wir dies nicht besonders häufig an, bis wir von jemandem überzeugt werden, dass es eben unwahr ist, oder wir etwas doch nicht wissen. Genau so geht es mir auch mit der Sicherheit. Ich würde es beinahe den „Überbegriff“ dieses Phänomens nennen. Wenn ich mir in etwas sicher bin, dann strecke ich mich nicht nach Gott aus. Wenn ich aber wirklich keine Ahnung habe, wie ich etwas bewerkstelligen soll; wenn ich verstehe, dass ich nichts sicher weiß, nichts sicher kann, dann brauche ich Gott. Und genau dieses Bewusstsein möchte ich. Für mich ist das Demut: Ich kann und weiß nichts, was mir Gott nicht eröffnet. Alles, was ich kann, kann ich durch Gott. Durch die Geschenke Gottes. Meine Talente und meine Kraft kommen aus Gott. Genau das will ich verstehen und begreifen. Und wo passiert dies am häufigsten? In meiner Unsicherheit.

Mein menschliches, irdisches Ich ist von so vielen Dingen überzeugt und meint so viele Dinge zu wissen und zu können, dass es gerade mir oft schwer fällt nicht zu vergessen, dass es ohne Gottes unverdiente Gnade nicht so wäre. Das ist für mich ein Fakt. Ohne Gottes Segen könnte ich gar nichts. Absolut gar nichts!
Aber gerade weil ich mir oft so „sicher“ bin, möchte ich das ändern. Ich will nicht unfähig sein, aber ich will auch nicht arrogant werden.

Die Bibel lehrt uns, dass die Weisen und Reichen es viel schwerer haben werden in den Himmel zu kommen - das wundert mich nicht. Aber ich will mich dagegen wehren. Ich will in den Himmel. Ich will Gott mein Leben geben. Ich will den Herrschaftswechsel sichtbar werden lassen und ihm die Ehre geben.

Ich hab mir zu diesem Thema noch ein wenig mehr Gedanken gemacht und werde kommenden Montag einen längeren, ausführlicheren Artikel zu diesem Thema hier veröffentlichen. Das würde die Kolumne jetzt zu sehr sprengen. Wenn ihr also mehr erfahren wollt; mehr Hintergründe zu meinen Gedanken lesen wollt, dann kommt gerne kommenden Montag (24. April) hier wieder auf die Seite.