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22. März 2017

#11
Täter des Wortes

von Sascha Gonzales

22. März 2017
Lesedauer: 5 Minuten
Von Sascha Gonzales


Täter des Wortes

Mir fällt es heute schwer eine Kolumne für euch zu schreiben. Die Themen, die mich gerade bewegen und die Menschen, die mich gerade beschäftigen, finden hier keinen Platz, wenn ihr versteht, was ich damit meine. Ich kann diese Dinge hier gerade nicht so richtig offen ansprechen und aussprechen, weil ich das Gefühl habe, ich solle sensibel damit umgehen. Trotzdem nervt mich gerade etwas ganz, ganz gewaltig: Lahme, passive und bequeme Christen, die sich aus jeglicher Eigenverantwortung herausnehmen, wenn es um ihren Glauben geht.

Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. Wer aber sich vertieft in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seinem Tun. – Jakobus 1, 22-25

Gott sagt uns, wir sollen Täter seines Wortes sein. Er lehrt uns, dass wir in unserem Tun selig sein werden, wenn wir nicht Hörer allein sind. Wie können wir also alleine anhand dieser Stelle noch behaupten, dass wir keine Eigenverantwortung haben?

„Ich glaube, dass es schlicht und einfach falsch ist, nicht an Jesus zu glauben.“ - Das glaube ich wirklich. Ganz klipp und klar. Gott hat euch und mich mit Gnade, Liebe und der Fähigkeit zur Erkenntnis beschenkt; er hat uns das Leben geschenkt. Ohne Gott, wären wir alle nicht hier. Niemand, ob Christ oder nicht. Wie kann also jemand, der in dieser Welt lebt, und Gott nicht erkennen will oder kann, richtig liegen? Denn das wäre doch der Umkehrschluss: Wenn wir uns darüber echauffieren, dass wir doch nicht sagen dürfen, dass „es falsch ist nicht an Jesus zu glauben“, dann legen wir doch den Gedanken nahe, dass es „richtig“ sein kann, nicht an ihn zu glauben, oder?

Nicht mit mir. Es gibt nur diesen einen Weg zu Gott und wer ihn nicht geht, der macht etwas falsch. Etwas Essentielles:

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. – Johannes 14, 6

Gott fordert uns dazu auf, ihm zu 100% zu vertrauen und an ihn und seine Güte zu glauben. Das will ich! Denn durch den Glauben, erkennen wir. Ohne den Glauben, sehen wir zwar, aber erkennen nicht. Glauben bedeutet, dass wir Ihm und seiner Güte vertrauen, ohne es kontrollieren oder beweisen zu können. Glaube ist eine Mysterium; und das muss auch so sein.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. [..] Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. [..] Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. – Hebräer 11, 1-6

Ich sage euch hier nicht, dass ihr an Gott glauben sollt, „weil es das Richtige ist“. Ich möchte euch nur sagen, dass ihr ohne Ihn und in einem Leben ohne Glauben und Vertrauen auf dem Holzweg seid. Kehrt um…
Tut Buße, und kehrt um. Gottes Gnade und Liebe wartet nur darauf, euch in Empfang nehmen zu können. Und ihr müsst nichts dafür tun, außer Ihn mit dem Herzen zu suchen. Gott will uns alle lieben und tut es, egal wer du bist. Dein Weg zu Ihm ist immer offen. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage - jedes Jahr.

Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. – Sprüche 8, 17

Gott will euch zurück in seiner Herde. Und, wenn ihr schon Teil der Herde seid, dann strebt danach das Reich Gottes zu bauen und den Menschen davon zu erzählen, dass Gott der Weg ist. Dass Jesus der Herr in eurem Leben ist, und dass nur der Glaube euch selig und - vor allem - lebendig machen kann. Niemand und nichts außer Gott kann das. Nicht euer iPhone, nicht o2 und auch nicht der Papst - auch wenn der aktuelle Papst euch dabei sicherlich helfen könnte.

Einer meiner momentanen Lieblingsverse in der Bibel ist dieser hier von Paulus:

Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! – 1. Korinther 9, 16