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08. Februar 2017

#5
Gideon

von Sascha Gonzales

08. Februar 2017
Lesedauer: 5 Minuten
Von Sascha Gonzales


Gideon

Ich will heute über mein Verständnis von der Nachfolge Jesu reden. Mir brennt dieses Thema schon ewig unter den Fingernägeln und es wird Zeit, dass ich euch mal - in kurzer Form - meine Gedanken dazu mitteile.

Fangen wir mit einer Überzeugung an: Meiner Meinung nach, sollte jeder, der Jesus und den Glauben an ihn im Herzen trägt, ein erfüllteres, lebendigeres und reicheres Leben führen können, als jemand, der ohne Jesus und Glauben lebt.
Denn machen wir uns nichts vor, Jesus ist der größte Vorteil, den wir als Menschen haben können. Es gibt keinen besseren Moment etwas zu starten, als mit Jesus im Herzen.

Warum führen dann so viele Christen ein Leben, dass uninspiriert und trist ist, wenn Gott doch die Lebendigkeit in Person ist?

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. – Psalm 16, 11

Liegt es daran, dass wir nicht genug glauben? Eher nicht. Liegt es daran, dass wir nicht genug Vertrauen? Schon eher. Ich glaube, es liegt daran, dass wir uns noch viel zu sehr um uns selbst drehen.
Ich glaube ganz fest, dass jeder von uns platziert und positioniert wurde, um genau dort, wo er ist, die Welt zu verändern. Das ist eine große Verantwortung und wir, und niemand sonst, sollen diese Aufgabe erfüllen. Ich glaube, das nennt sich “Berufung“.

Mein liebster Freund Lukas sprach vergangenen Sonntag in seiner Predigt von Gideon. Ein Mann, der nicht besonders auffällig oder einflussreich war. Er hatte weder den Reichtum noch den Stand, weder den tiefsten Glauben, noch den größten Mut - und doch wurde er von Gott berufen das Volk Israel zu retten.
Und selbst, als Gideon zweifelt, obwohl ihm ein Vertreter Gottes höchstpersönlich erschienen ist; selbst als Gideon zweifelt, obwohl Gott seine Fragen mit Wundern und Zeichen beantwortet; selbst als Gideon zögert, weil er zweifelt: Gott bleibt treu und zeigt Gideon, dass nur er dieser Berufung nachgehen kann.

Ich glaube, dass wir alle eine Berufung haben und Gott diese von uns erfüllt sehen will. Nicht von deinem Nachbarn oder deinem besten Freund - die haben ihre eigene Berufung. DU bist es, der seine Rolle, seinen Platz, seine Aufgabe erfüllen soll und so das Reich Gottes mitgestaltet und ausbreitet.
Gott zwängt uns nicht umsonst den Glauben an ihn nicht auf. Er will, dass wir uns selbst dafür entscheiden ihn zu lieben. Denn nur die freie, ungezwungene Liebe ist eine reine, ehrliche.
Genau so verhält es sich auch mit unseren Berufungen. Wir sollen sie selbst - aus Eigenverantwortung - erfüllen und in ihnen leben.

Glaube also nicht, dass du nicht ein riesiger, wichtiger Teil der Veränderung und des Reiches Gottes bist - du bist es!

Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln. – 2. Petrus 1, 10