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21. Mai 2020

#01
Der erste Schritt mit Jesus

von Betty Fügner

21. Mai 2020
Lesedauer: 4 Minuten
Von Betty Fügner


Der erste Schritt mit Jesus

Hallo Ihr Lieben, mein Name ist Betty und ich freue mich, euch von meinen Leben erzählen zu können. Ich möchte euch zeigen, wie unterschiedlich Gottes Pläne doch für uns sein können und welche Umwege wir manchmal selbst machen, weil wir denken, wir wissen was unser Ziel ist.
Mit dieser Kolumne möchte ich euch ab sofort alle vier Wochen berichten, wie mein Leben mit Jesus begann, weiter verlief und sich entwickelt.

Ich habe Jesus in einem Moment der Liebe erlebt, nicht weil ich ihn bereits kannte. Nein, er hat mich einfach im Herzen ergriffen. Er brachte mir meinen Freund in mein Leben hinein.
Wir unterhielten uns zu Beginn klar über das Thema Christ sein. Er erklärte mir all die Dinge, die ich vorher noch nie gehört hatte, da ich ohne Glauben aufgewachsen bin.
Mein Freund allerdings kannte Gott von klein auf, verlor Ihn zwischenzeitlich als Mittelpunkt in seinem Leben und wollte mit mir und Gott gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt in Form einer Beziehung führen.

Nach einigen Treffen, stand für mich fest, dass ich mich für ein Leben mit Jesus entscheiden möchte, da ich viele Fragen bereits im Gespräch klären konnte. Kurz darauf bekam ich das erste Mal in meinem Leben eine Bibel in die Hand und habe überlegt, wo ich anfange und wo ich aufhöre. Was sollte ich am besten zuerst lesen?
Da dies für mich als frisch gewordener Christ sehr schwierig war, legte ich für einige Zeit die Bibel aus der Hand und versuchte durch Austausch in meiner Gemeinde all die Dinge zu erfahren, die ich für mich über Jesus herausfinden wollte. Irgendwann fing ich an darüber nachzudenken, warum ich mich dafür entschieden habe.. für 'diesen Jesus'.

Es schlummerten so viele Fragen in mir:
• Warum gerade er?
• Kann er mir nicht mal zeigen, warum ich jetzt hier bin?
• Wie kann Jesus mir helfen?
• Ist er auch heute noch unter uns?

Bei all den Fragen, die mir in meinen Kopf keine Ruhe ließen, wollte ich einen Beweis, ein Wunder, irgendwas, womit ich genau wusste, das kam nicht einfach so aus reinem 'Zufall' oder aus 'heiterem Himmel', wie man so schön sagt.
Da ich durch die Gemeinde immer mehr Kontakt zu Christen aufbauen konnte, erfuhr ich davon, dass Gott heilt und ich dachte "Ja, wenn er heilt, warum sollte er nicht auch meine Unverträglichkeit heilen, die ich schon seit einigen Jahren mit mir herumtrage."

Zwischenzeitlich legte ich dann dieses Thema beiseite, um mehr über den Glauben zu erfahren. Durch meine vielen Fragen und meine große Neugier an Jesus und all dem, was in der Bibel steht, wuchs ich immer mehr hinein in mein neues Leben mit Gott.

Das Thema Heilung beschäftigte mich immer wieder und es stocherte immer mehr in mir. Gott führte mich, durch wiederholtes Hinweisen unterschiedlicher Menschen in meiner Umgebung, an einen Punkt, an dem ich vor der Wahl stand, mich zu entscheiden, ob ich den Versuch wage und einfach für mich im Hauskreis beten lasse.
Da wir zu diesem Zeitpunkt mitten in der Vorbereitung für unseren zweiwöchigen Campingurlaub waren, schob ich meine Wahl für das Gebet erstmal nach hinten auf meiner Liste. Problematisch wurde für mich die komplette Selbstverpflegung, da ich keine Weizenprodukte vertragen habe und sobald ich nicht darauf achtete, sofort Probleme mit Bauchkrämpfen und allem Übel, was es dann so gibt, bekam. Also beschloss ich, Gott einfach mal auf die Probe zu stellen. Ich entschied mich bereits vor dem Gebet, normal einzukaufen, ohne auf meine Unverträglichkeit Rücksicht zu nehmen.

An diesem Punkt merke ich im Nachhinein, dass ich schon da volles Vertrauen in Gott hatte, mich auf die Heilung und das Gebet einlassen konnte und darauf vorbereitet war. Das dies aber eine Probe für mich sein sollte, war mir so nicht bewusst.
Als ich dann am Vorabend unserer Abreise im Hauskreis von meinen Gedanken erzählte, für mich beten zu lassen, waren alle sofort der Meinung, das tun wir.
Gesagt, getan alle beteten für mich und ich ging mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich vertraute vollkommen darauf, dass Gott mich heilt. Wie es auch in vielen Beispielen der Bibel beschrieben wird. Ich wollte wissen, ob Gott nun auch an mir wirkt. Im hier und jetzt.

Ich schlief eine Nacht darüber und am nächsten Tag ging es los. In den ersten Momenten spürte ich keinen Unterschied. Ich fühlte mich wie vorher, was sollte auch zu sehen sein, aber Gott heilt auch, wo es nicht sofort ersichtlich ist.
Nun waren wir einige Tage unterwegs und ich hatte absolut keine Schwierigkeiten. Ich war so froh, dass Gott mir diese Möglichkeit geschenkt hat dies zu erleben.
Auf einmal merkte ich kurz bevor unser Urlaub zu Ende war, dass ich Bauchkrämpfe bekam, das verzog sich aber so ungewöhnlich schnell, dass ich mir darüber keine weiteren Gedanken machte. Worüber ich sehr glücklich war, denn man beginnt ja schneller damit zu zweifeln, als sich auf Gott zu verlassen in manchen Situationen.
Letztendlich hatten wir einen absolut traumhaften und gesegneten Urlaub und ich hatte überhaupt keine Probleme mit meinen Unverträglichkeiten. Ich war von Gott behütet und habe seitdem nie wieder überhaupt daran gedacht, mal auf mein Essen zu achten oder mich davon je wieder einschränken zu lassen.

Dies war mein erstes, einschneidendes Erlebnis mit Gott und der Wirkung des Gebetes zum Thema Heilung. Ich habe bis jetzt nicht all meine Fragen beantworten können, doch inzwischen weiß ich, dass es eine lebenslange Aufgabe ist, vielleicht auch ein Abenteuer, die Bibel zu verstehen und zu erleben. Doch ich weiß genau, dass zur richtigen Zeit alles beantwortet wird und wir immer für Heilung beten sollten. Gott ist jederzeit für uns da.

Jesus sagte zu ihr: »Meine Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh in Frieden. Du bist gesund.« – Markus 5, 34 (Hoffnung für Alle)