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15. Januar 2018

#5
Hast du Durst?

von Lukas Gotter

15. Januar 2018
Lesedauer: 7 Minuten
Von Lukas Gotter


Hast du Durst?

Hallo ihr Lieben, erstmal: Ein gesegnetes, neues Jahr 2018 – auch von mir! Hast du in den letzten Tagen sicherlich öfters schon gehört. Trotzdem, ganz bewusst: Ein segensreiches Jahr 2018! Ich bin, ehrlich gesagt, gespannt, was Gott tun wird im neuen Jahr, denn unser Gott ist ein Gott der Verheißung. Er kündigt etwas an und hält es ein. Meine Verlobte hat mir mal eine Karte für eine Führung in einem berühmten Fußball-Stadion geschenkt. Das war mein Traum, seitdem ich ein kleiner Junge war. Und ich war unfassbar gespannt darauf. Und sie schenkt mir diese Karte zum Geburtstag, wir gehen in das Stadion und es läuft mir eiskalt den Rücken runter. Es war ein einmaliges Erlebnis! Und diese Karte, die ich den Händen hielt, war eine Verheißung, für das, was dann später kam. Sie hat mich nicht enttäuscht. Eine Verheißung, die wahr geworden ist. Gott verspricht Dinge und er erfüllt sie auch. Er hält das, was er sagt. Nicht immer nach meinem Zeitplan, nicht immer in der Art und Weise, wie ich es machen würde. Er hat da viel mehr Ahnung und Weitblick als ich.

Wie dem auch sei: Ich glaube, Gott hat Gutes vor im Jahr 2018. Das ist doch erstmal ein satter, fetter Zuspruch. Und der wird auch nicht mehr relativiert. Aber woher nehme ich, dass Gott gut ist?

Lasst uns mal am Anfang von der Bibel starten. Als Gott die Welt gemacht hat, sagt er am Ende: Siehe, es war gut. Und als er den Menschen gemacht hatte, meinte er sogar: Es war sehr gut. Wenn Gott gute Dinge macht, dann muss er auch selbst gut sein. Und wenn ich mir die Welt ansehe, heute, dann merke ich, dass sie vielleicht nicht mehr so gut ist, wie Gott sie geschaffen hat. Aber anstatt zurück zum Ursprung zu gehen und rückwärtsgewandt zu bleiben – nach dem Motto: Früher war alles besser – kann ich dir von ganzen Herzen sagen: Gott wird wieder zum Schöpfer werden! Er hat nie aufgehört sehr gute Dinge zu tun. Diese Welt wird nicht seine letzte sein. Es gibt eine begründete Hoffnung, die wir in der Bibel finden. Du findest sie ganz am Ende, in der Offenbarung. Und da ist Gott wieder als Schöpfer tätig. Nur: Dieses Mal wird es nicht gut, nicht sehr gut, sondern sein ewiges, monumentales Meisterwerk sein. Und wisst ihr warum? Weil Gott gut ist. Böse könnte man auch meinen: Er hat geübt! *zwinker*

Wer so oberchristlich, fromm-abgedreht sozialisiert ist, wie ich, der wird früher oder später mit einer sogenannten Jahreslosung konfrontiert werden. Ein Satz, meistens nicht mal ein ganzer Vers, der aus der Bibel genommen wird und als Motto für das entsprechende Jahr gilt. Als ich die Losung für 2018 gelesen hatte, hat sie mich seit langer Zeit wieder mal tief berührt. Als ich den Vers gelesen habe, und die Verse, die ringsum stehen, war meine erste Reaktion so: Wow! Gott ist gut.
Kennst du das, wenn du etwas liest, und du für dich, wie in einem Selbstgespräch, für dich so sagst: "Mhm, gut!" Manchmal liest man auch etwas, und denkt sich so: "Sch***e…!" Bei der Jahreslosung dachte ich so: "Wow! Gott ist gut." Der Vers lautet:

Wer Durst hat, dem werde ich umsonst von dem Wasser zu trinken geben, das aus der Quelle des Lebens fließt. – Offenbarung 21, 6 (Lutherbibel)

Der Vers ist aus dem Buch der Offenbarung. Das ganze Buch der Offenbarung ist voll mit Verheißungen, die wahr werden – oder schon wahr geworden sind. Und das ist manchmal das Problem, wenn ich Offenbarung lese. Denn ich kann das Buch auf 3 Arten lesen:

1. Als ein Buch, das ein alter Mann, nämlich Johannes, irgendwann um 100 nach Christus im Gefängnis geschrieben hat, als er auf der Insel Patmos war. Und das ist jetzt vorbei. Das war mal. Irgendwann mal in der Antike. Seine Bilder kann ich heute nicht mehr verstehen, aber es ist nett zu lesen. Das mag zum Teil richtig sein, aber ich erlebe den Text anders. Er spricht in mein Heute hinein.

2. Ich kann die Offenbarung auch als ein Buch lesen, das Ereignisse beschreibt, die irgendwann, wenn ich nicht mehr bin, passieren werden. Denn die Offenbarung ist ein Buch, in dem Johannes eine Vision aufschreibt, die am Ende aller Tage passieren wird. Nur: Wenn ich den Text so lese, so diesseitig, nach dem Motto: Das wird irgendwann mal so werden, dann raub ich dem Text seine Kraft – finde ich. Denn dann ist das ein billiger Trost. Eine Vertröstung, im wahrsten Sinne.

3. Ich lese die Offenbarung so, dass sie in mein Hier und Jjetzt, also in meinen Alltag hineinspricht. Als würde Gott dieses Wort in mein Leben hineinsprechen. Und da kann es ziemlich gut den Ist-Zustand beschreiben, aber auch das, was unmittelbar auf mich oder dich zukommen wird. Das "Schon-jetzt" und das "Noch-nicht". Irgendwo dazwischen sind wir gerade. Und so würde ich den Vers hier eher lesen wollen.

Es steht in diesem Vers, dass Gott die Quelle des ewigen Lebens ist. Und die Frage ist schlicht und ergreifend: Hast du Durst? Hast du Durst, das ewige, lebendige Wasser, wovon hier die Rede ist, hast du Durst danach? Und trinkst du davon?

Ich glaube viele haben vielleicht schon mal davon getrunken, und sagen sich so: Ok, es hat einmalig meinen Durst gelöscht und fertig. Ich habe sozusagen einen Haken dran. Aber, wie ich schon beschrieben habe, sind wir in einer Zeit, in dem etwas noch nicht ist, aber gleichzeitig schon längst im Gang ist. Und die Frage ist: Trinkst du immer wieder von diesem guten Wasser? Aus dieser guten Quelle? Und stillst du deinen Durst nach Liebe, nach Ewigkeit, nach Heiligkeit, nach Größe, Schönheit und Frieden, der immer mal wiederaufkommt. Löschst du deinen Durst, immer wieder bei der Quelle, die nie aufhört zu sprudeln?

Wenn Gott gut ist und Gutes tut, dann will er auch unseren Durst löschen! Anders versteh' ich den Bibelvers nicht. Gott ist es möglich, dass überall, Quellen des lebendigen Wassers aufbrechen und jeder, der kommt, und jeder, der will, trinken kann von diesem ewigen Wasser. Was für eine Verheißung diese Jahreslosung für dein Leben sein kann. Und du darfst davon trinken, du darfst auch andere einladen zu trinken, du darfst selbst eine Quelle entdecken und anderen davon etwas abgeben, so dass niemand mehr Durst haben muss. Weil das Wasser von der Quelle kommt, die niemals versiegt. Die niemals aufhört.

Also, Gott sagt hier: Wer Durst hat, dem werde ich aus der Quelle des Lebens von dem Wasser zu trinken geben – umsonst. Umsonst klingt immer so zweckfrei. Dieser oder jener Weg, war auch mal umsonst gewesen.... Besser finde ich: frei verfügbar, kostenlos, geschenkt oder zur freien Verfügung. Ich frage dich: Willst du davon trinken?

Gott sprudelt immer und macht das immer weiter – fast wie Wasser mit Kohlensäure – lecker! Jesus möchte dir Wasser des Lebens geben, dass du davon trinken kannst und nie wieder Durst haben musst. Er sagt: Ich will den durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Also komm, wenn du Durst danach hast und trinke und erlebe, dass Gott gut ist, dass Gott schon jetzt Gutes tut und auch in Zukunft alles Gut machen wird.

Auf ein inspirierendes Jahr 2018, dein Lukas.