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25. Juli 2019

#20
ER steht.

von Maximilian Stopp

25. Juli 2019
Lesedauer: 3 Minuten
Von Maximilian Stopp


ER steht.

Moin zu einer neuen Runde 'Ebbe und Flut',

es ist noch immer Urlaubszeit und draußen steigen die Temperaturen; deshalb gibt es heute nur zwei kurze Gedanken. Nummer 1: 'Sorgt euch um nichts' und Nummer 2: 'Jesus ist kein Trend'.

Irgendwie scheint es als würde sich die Welt immer schneller drehen. Es gibt doch diese Kinder-Kreisel-Karusselle, wo sich fünf bis sechs Kinder in so ein Ding reinsetzen und in der Mitte gibt es so eine Scheibe, da dreht man dann und es beginnt sich zu drehen. Früher wollten wir immer, dass von außen jemand andreht, denn mit unseren kleinen Kinderärmchen und den dazugehörigen Muskeln war nicht viel los. Ich habe letztens ein Video gesehen, da hat einer das Moped-Hinterrad an die äußere Drehscheibe gehalten und dann nach und nach Gas gegeben.. ich sag euch.. den einen hat es sowas von rausgeschleudert. Mit Spaß hatte das nur etwas zu tun, wenn man vorm PC sitzt und weiß, dass wahrscheinlich nichts Schlimmeres passiert ist.
Wenn du dann aus dem Ding aussteigst, versuch mal geradeaus zu laufen – fokussiert auf ein Ziel hin. Unmöglich. Manchmal fühle ich mich auch so. Das Lebens-Karussell gibt richtig Gas und ich verliere die Orientierung. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, beginnt man sich Sorgen zu machen.

Jetzt kommt ihr ins Spiel, denn ich mach jetzt mal einen kleinen uneleganten Sprung und hoffe, ihr kommt hinterher gehüpft.
Ich beschäftige mich aktuell damit, herauszufinden, was gerade 'angesagt' ist. Ich entwerfe seit kurzer Zeit Shirts und da ist das nicht ganz unerheblich zu wissen, was die Leute gerade mögen. Nun ist das ja so, dass sich die Dinge immer schneller wandeln. Bei den großen Klamottenherstellern gab es früher zwei Kollektionen im Jahr; es gab 6-8 Farben und eine begrenzte Auswahl an Schnitten und Motiven. Heute gibt es alle zwei Wochen eine neue Kollektion, alles ist bunt und schrill – dann ist plötzlich wieder 'black and white' angesagt. Bei den Tiermotiven ist es noch krasser. Gestern noch trug jeder Lamas, dann Einhörner jetzt wird über Faultiere und Dinos gesprochen. Wahrscheinlich ist es schon wieder vorbei – ehe man es mitbekommen hat.

Warum schreibe ich euch das? Es hat mir einmal mehr gezeigt, dass Jesus in all dem Trubel, den kommenden und gehenden Trends, immer noch heraussticht. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Klingt ganz schön plakativ; ist aber so. Es gab die Verfolgung der ersten Christen, Machtverschiebungen in Europa – eine braune Diktatur; gefolgt von einer roten – und dennoch konnte niemand Jesus von der Bildfläche verschwinden lassen. Jesus ist kein Trend, sondern beständig. Jesus ist nicht Ablenkung; nicht Schein und Sein, sondern der Weg selbst zu einem gelingenden Leben.

Springen wir noch einmal unelegant zurück. In Philipper 4, 6 heißt es: "Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn."
In einer Zeit, wo es leicht ist, den Fokus zu verlieren und sich Sorgen zu machen. In einer Zeit – und ich bemühe nochmal das Bild – in der jemand mit dem Moped richtig Gas gibt, steht Jesus fest. Er steht. Alles dreht sich. Er steht. Ich kann mir das bildlich so genial vorstellen. Alles wankt, alle Sinne sind verschleiert: Er steht. Während selbsternannte Helden kommen und gehen; während Diktaturen bröckeln und während Ideologien sich die Klinke in die Hand geben. Er steht. Wenn Jesus mein Herr und Erlöser ist, dann brauch ich mir keine Sorgen machen. Ich habe einen Vorschlag für ein Gebet:

"Jesus, ich komme mir vor, als würde ich in einem Karussell sitzen und der Typ mit dem Moped gibt richtig Gas, mir ist schwindelig und ich will hier raus. Was am Anfang spaßig war, macht mich mittlerweile kaputt. Jesus: Bitte hol' mich hier raus."

In Philipper 4 steht ganz zu Beginn: "Steht fest in dem Herrn." Mit diesen Worten wünsche ich euch eine gute Zeit. Bis zum nächsten mal, ahoi.