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10. Oktober 2019

#21
Gewappnet mit Wollsocken

von Raphael & Ramona Bellmann

10. Oktober 2019
Lesedauer: 5 Minuten
Von Raphael & Ramona Bellmann


Gewappnet mit Wollsocken

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und da wird es schon manchmal Zeit, die warmen Sachen herauszuholen. Wenn dann auch schon der Boden zu Hause kalt wird, ist man sehr dankbar für warme Wollsocken. Als Kind hat sich sicher der eine oder andere gefragt, wie man sich über dicke Wollsocken als Geschenk freuen kann. Ich jedenfalls. Aber nun ist man in dem Alter, in dem man sich über solch ein Geschenk wirklich freut und dankbar sein kann. Kalte Füße sind nämlich wirklich unangenehm. Und trotzdem würde ich mich persönlich nicht auf die Socken machen, um mir selbst warme Wollsocken zu kaufen.

Es gibt nicht nur kalte Füße an kalten Tagen, sondern auch kalte Füße im sprichwörtlichen Sinne. Sicher kennst du das. Bestimmte Situationen, denen man sich nicht gewappnet fühlt. Eine anstehende, schwierige Entscheidung, eine scheinbar unüberwindbar große Aufgabe, die Angst andere zu enttäuschen, und vieles mehr, da kannst du sicher Lieder von singen. Ich kenne das auf jeden Fall.
Wie oft habe ich Angst, den Anforderungen nicht zu genügen, andere zu enttäuschen und dann einfach zu versagen. Da kommen schnell kalte Füße auf und am liebsten macht man dann bestimmte Dinge nicht oder versucht es schon gar nicht erst. In was für Situationen bekommst du kalte Füße?

Am Sonntag habe ich eine Predigt gehört, da ging es um Glauben und die Frage "Was geht noch mehr?" Wirklich glauben ist herausfordernd, denn Glauben meint Vertrauen. Sich an etwas festmachen, sich wirklich auf etwas oder jemanden verlassen. Glauben meint nicht nur etwas für wahr halten, jedenfalls vom Verständnis der Bibel her. Etwas theoretisch für wahr halten ist einfach. Aber sich auch praktisch mit seinem ganzen Leben daran festzumachen und darauf zu bauen und zu vertrauen, das ist nicht so leicht. Doch Gott in seiner ganzen Größe und Liebe ist das einzige, woran man sich wirklich festmachen kann und dem man wirklich vertrauen kann. Ich habe das schon erlebt und viele andere auch. Aber warum bekomme ich dann so oft kalte Füße?

Bei der Predigt ist mir aufgefallen, dass ich mal wieder mehr in meine Beziehung zu Gott investieren sollte. Vertrauen kann schließlich nur auf einer Beziehungsbasis stattfinden. Und ein starker Glaube, also ein starkes Vertrauen, ist wie ein gutes paar warme Wollsocken. Es hält die Füße warm und man kann sich getrost auch in der kalten Jahreszeit bewegen. Unser Leben besteht ja auch sozusagen aus Jahreszeiten. Mal ist es hell und schön, mal stürmisch, kalt und dunkel.
Lass dir von Gott warme Wollsocken schenken. Er will dich ausrüsten für die nicht so angenehmen Tage in deinem Leben. In der Bibel kann man super nachlesen, wie treu und zuverlässig Gott ist. Andere Menschen können auch davon berichten. Gibt es in deinem Leben Momente, in denen du eigentlich kalte Füße hattest, Gott dir aber wie ein gutes paar Wollsocken geholfen hat?

Ich möchte dich zu einem Experiment einladen. Immer, wenn du dir warme Wollsocken anziehst (kann natürlich auch etwas anderes warmes sein), frag dich, was für Situationen auf dich zukommen, bei denen du kalte Füße bekommst. Oder vielleicht bist du ja schon in einer Situation, in der du echt kalte Füße hast und nicht mehr weiter weißt. Dann gib diese Situationen und die Dinge an Gott ab. Sag ihm einfach, warum du kalte Füße bekommst und bitte ihn um warme Wollsocken.