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28. März 2019

#10
Standfest verwurzelt

von Raphael & Ramona Bellmann

28. März 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Raphael & Ramona Bellmann


Standfest verwurzelt

Vor ca. zwei Wochen war in Deutschland ein ziemlich starker Sturm. Dieser Sturm hat auch hier bei uns in der Gegend sehr viele Bäume entwurzelt und abgeknickt.
Und als ich die ganzen Bäume herumliegen sah, die Erde samt den Wurzeln herausgerissen, habe ich mich gefragt, was für ein Baum ich eigentlich bin. Im übertragenden Sinne natürlich.
Würde ich einem so gewaltigen Sturm standhalten? Wie leicht lasse ich mich aus der Bahn bringen? Auch in der Bibel wird ein Mensch, der sein Leben an Gott orientiert und ihm komplett vertraut, mit einem Baum verglichen:

Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen. – Jeremia 17,8 (Elberfelder Bibel)

Ich weiß, der Vergleich mit einem Baum ist beliebt und vielleicht hat der ein oder andere schon viel über sich als Baum gehört. Doch aus dem gegebenen Anlass (der Sturm vor zwei Wochen) möchte ich dich an diesen Gedanken teilhaben lassen.
Vielleicht können dich ein paar Gedanken neu herausfordern, dich mit deinen 'Wurzeln' zu beschäftigen. Was hält dich? Wer hält dich? Was kann dir gefährlich werden und dich entwurzeln? Was sind deine 'Sturmschäden'? Hindern dich diese Sturmschäden, dich neu und tief zu verwurzeln?
Ich denke, dass es sich lohnt, diese Fragen mal durchzugehen. Vertraue ich wirklich auf Gott? Glaube ich, dass er alle Macht hat und Herr über jede Situation ist? Vertraue ich auch dann, wenn ich etwas nicht verstehe?
In Jeremia 17,8 wird beschrieben, dass der starke Baum direkt an der Wasserquelle steht und den Naturgewalten, in dem Fall eine Dürre, trotzt. Diese Wasserquelle ist Gott persönlich. Nur durch die Nähe zu Gott können wir wie diese starken Bäume werden. Er selbst ist die Quelle für die Stärke, die wir brauchen, um allen Stürmen und Gewalten standzuhalten. Und da ist es sehr hilfreich, wenn wir seine Versprechen uns gegenüber annehmen. Ich möchte zwei Bibeltexte anbringen, die Wahrheiten über uns aussagen, die gelten, sobald wir Jesus als unseren Herrn und Erlöser angenommen haben:

Gottes Erbarmen ist unbegreiflich groß! Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. Ja, es ist nichts als Gnade, dass ihr gerettet seid! Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind. Bis in alle Ewigkeit will er damit zeigen, wie überwältigend groß seine Gnade ist, seine Güte, die er uns durch Jesus Christus erwiesen hat. Noch einmal: Durch Gottes Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. Sie gründet sich nicht auf menschliche Leistungen, sodass niemand vor Gott mit irgendetwas großtun kann. – Epheser 2,4-9 (Neue Genfer Übersetzung)

Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. – Römer 8,38 (Neues Leben. Die Bibel)

Diese Liebe kann uns dazu frei machen, uns voller Vertrauen Gott zuzuwenden und ihn als unsere Lebens- und Kraftquelle anzunehmen. Natürlich werden Stürme kommen, die auch ziemlich stark an uns rütteln werden, die uns sogar zu Fall bringen wollen. Doch wenn wir in der Wahrheit, der Liebe Gottes zu uns, verwurzelt sind, kann nichts uns zu Fall bringen. Bibel lesen, Beten, miteinander reden, all das ist eine wirksame „Wurzelpflege“. Je mehr wir Gottes Wesen erfassen, desto stärker werden unsere Wurzeln in ihm. Bei stürmischem Wetter möchte ich mich immer an die eben genannten Verse erinnern und diese Aussagen annehmen. Ich möchte mich immer tiefer in Gott verwurzeln, in seinen Aussagen über sich selbst und mich. Ich möchte wachsen und wie der Baum aus Jeremia 17,8, am Bach verwurzelt und furchtlos sein, weil ich weiß, dass Gott allmächtig ist und nichts mich von seiner Liebe trennen kann, selbst wenn es mal wirklich stürmisch zugeht.
Ich lade dich ein, dich mit deinen Wurzeln zu beschäftigen und dich immer mehr nach Gott auszustrecken, denn er ist die Quelle, die wahres Leben schenkt.
In diesem Sinne sei gesegnet und bis zum nächsten Mal.